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Hamburger SV - FC Schalke 04
  Foto: dpa, Daniel Reinhardt
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Hamburg - Schalke 3:1: HSV kann auch ohne van der Vaart

zuletzt aktualisiert: 27.11.2012 - 21:54

Hamburg (RPO). Der Hamburger SV kann auch ohne Rafael van der Vaart gewinnen. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink besiegte den FC Schalke am 14. Spieltag der Bundesliga nach einer überzeugenden Leistung mit 3:1 (0:0) und fügte den Königsblauen einen empfindlichen Dämpfer im Kampf um die Champions-League-Plätze zu.

Während S04 nach der dritten Auswärtspleite in Folge zehn Punkte hinter Tabellenführer Bayern München bleibt, stabilisiert sich der HSV. Die Hanseaten haben nun 20 Zähler und punkteten erstmals ohne van der Vaart.

Beister mit Debüt-Tor

Maximilian Beister erzielte in der 52. Minute mit einem sehenswerten Fernschuss die Führung für den Gastgeber vor 47.127 Zuschauern. Milan Badelj hatte den U21-Nationalspielers vor seinem ersten Bundesliga-Tor mit einem Steilpass in Szene gesetzt. Bei dem Treffer sah Schalkes Torwart Lars Unnerstall nicht gut aus. In der 65. Minute erhöhte Artjoms Rudnevs nach Vorlage von Dennis Diekmeier auf 2:0.

Schalke, das eine insgesamt dürftige Vorstellung zeigte, kam durch Klaas-Jan Huntelaar (80.) zum Anschlusstor. Der Niederländer traf nach einem von ihm verschossenen Handelfmeter im Nachschuss, Tomas Rincon hatte den Strafstoß verursacht. In der Nachspielzeit (90.+2) stellte Badelj per Foulelfmeter den alten Abstand wieder her.

Mutig, bissig, entschlossen: Der HSV setzte in der Anfangsphase die Marschroute von Fink um. Auch ohne van der Vaart und den besten Torjäger Heung-Min Son, der mit einer Zerrung ausfiel, wurden die Hamburger sofort gefährlich. Dennis Aogo, den Fink überraschend ins Mittelfeld beordert hatte, setzte mit einem Pfostenschuss das erste Ausrufungszeichen (7.).

Info

Statistik

Hamburg: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj - Skjelbred (69. Rincon), Aogo - Arslan (90.+3 Bruma) - Beister (90. Scharner), Rudnevs. - Trainer: Fink

Schalke: Unnerstall - Uchida, Kyriakos Papadopoulos, Höwedes, Christian Fuchs - Jones, Neustädter (69. Draxler) - Farfan (69. Holtby), Obasi (62. Barnetta) - Pukki, Huntelaar. - Trainer: Stevens

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Tore: 1:0 Beister (52.), 2:0 Rudnevs (65.), 2:1 Huntelaar (80.), 3:1 Badelj (90.+2)

Zuschauer: 47.127

Beste Spieler: Adler, Arslan, Beister - Jones, Pukki

Gelbe Karten: Arslan (5), Aogo - Huntelaar (2)

Besonderes Vorkommniss: Adler hält Foulelfmeter von Huntelaar (80.)

Torschüsse: 19:20

Ecken: 3:7

Ballbesitz: 50:50 Prozent

Der HSV setzte die Schalker nun unter Druck und hatte durch Artjoms Rudnevs (8.) und den erstmals in dieser Saison startenden Mittelfeldspieler Per Skjelbred (11.) weitere Gelegenheiten. Doch beide konnten den Ball nicht kontrolliert auf das Tor von Lars Unnerstall bringen.

Schalke brauchte einen Moment, doch dann zeigten die Königsblauen eine Reaktion. Erst spielte Linksverteidiger Christian Fuchs die Sturmspitze Klaas-Jan Huntelaar frei, der wenige Meter vor Hamburgs Nationalkeeper Rene Adler auftauchte, aber verzog (14.). Dann rettete HSV-Mittelfeldspieler Tolgay Arslan nach einem Kopfball von Chinedu Obasi auf der Linie für seinen geschlagenen Torwart (22.).

Stevens rotiert im Angriff

Trainer Huub Stevens hatte überraschend im Angriff rotiert und neben Obasi auch den Finnen Teemu Pukki von Beginn an aufgeboten. Das hemmte das Spiel der Gelsenkirchener zunächst nicht, S04 bekam das Spiel im Verlauf der ersten Hälfte immer besser in den Griff, ohne sich jedoch weitere klare Möglichkeiten zu erspielen.

Aber auch der HSV überzeugte. Arslan, der van der Vaart ersetzen sollte, brachte Schwung im offensiven Mittelfeld. Zudem sorgten auch Maximilian Beister und Aogo immer wieder für Gefahrenmomente von den offensiven Aussenpositionen.

Dies verstärkte sich zu Beginn der zweiten Hälfte sogar. Die Hamburger kamen voller Elan aus der Kabine und hatten in Person von Arslan die nächste Gelegenheit (49.). Nach einer weiten Flanke von Dennis Diekmeier zielte der U21-Nationalspieler bei seinem Rechtsschuss jedoch deutlich zu hoch.

Besser machte es da Beister, der nach einem Steilpass von Badelj nocheinmal hochblickte und dann sehenswert traf. Stevens war auf der Schalker Bank bedient. Auch die Reaktion seiner Mannschaft konnte dem Niederländer nicht gefallen, denn der HSV verdiente sich den zweiten Treffer redlich.

Beste Spieler bei Hamburg waren Beister, Adler und Arslan, bei Schalke überzeugten Pukki und Jones.

Quelle: sid/areh/seeg/rm

 
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