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Bundesliga: HSV, Schalke und Bremen im Dreikampf

zuletzt aktualisiert: 30.03.2006 - 15:05

Neuss (rpo). Am 28. Spieltag der Bundesliga spitzt sich der Dreikampf um die Champions League-Teilnahme zu. Alle Augen sind auf das direkte Duell zwischen Schalke 04 und dem Hamburger SV gerichtet. Die Norddeutschen haben noch keinen Vergleich innerhalb der "Großen Vier" verloren und außerdem Schalke im Hinspiel die erste Saison-Niederlage beigebracht.

Benjamin Lauth will seine Serie auch auf Schalke fortsetzen.  Foto: ddp, ddp
Benjamin Lauth will seine Serie auch auf Schalke fortsetzen. Foto: ddp, ddp

Nutznießer des Spitzenspiels könnte Werder Bremen bei der Frankfurter Eintracht werden, die nur eins der letzten fünf Heimspiele gewann. Derweil dürfte der enteilte Tabellenführer Bayern München auch gegen Schlusslicht 1. FC Köln ungefährdet seine einsamen Kreise ziehen.

Der 28. Spieltag im Stenogramm:

Bayern München - 1. FC Köln:
Die Bayern gewannen gegen Köln die letzten sechs Auswärtspartien, aber nur eins der letzten vier Heimspiele. Trotz des 2:0-Erfolges der Rheinländer vom 28. Februar 1998 durch Tore von Markus Münch und Khodadad Azizi stand am Saisonende ihr erster Abstieg aus der Eliteliga. Die Münchner gewannen 20 der letzten 21 Heimspiele und ihre letzten beiden Aufgaben mit je drei Treffern. Mit den meisten Toren (34) und wenigsten Gegentoren (9) sind sie das Team der zweiten Halbzeit. Bayern-Trainer Felix Magath hat nicht eine seiner acht Partien gegen Köln gewonnen und in den bisherigen fünf Heimspielen kein einziges Tor verbucht (0:7 Treffer). Der FC blieb mit der schlechtesten Abwehr der Liga auswärts keinmal ohne Gegentor und gewann lediglich eine der letzten 22 Aufgaben. - Hinrunde: 2:1

VfL Wolfsburg - MSV Duisburg:
Nur beim 1:0-Sieg in Stuttgart zum Einstand von Trainer Jürgen Kohler fielen die "Zebras" aus ihrer Rolle als Punktelieferant auf fremden Plätzen: Elf Niederlagen, 36 Gegentore und nur fünf Punkte sind die Negativ-Bestmarken der Liga. Allein in den letzten beiden Gastspielen kassierte der MSV acht Treffer. Wolfsburg ist seit vier Runden sieglos und gewann nur eine der letzten acht Partien. "Zebras" und "Wölfe" sind mit 9:27 bzw. 11:27 Toren die schlechtesten Teams der zweiten Halbzeit und stellen bei 26 bzw. 27 Treffern auch die erfolglosesten Angriffsreihen. Der MSV kassierte die meisten Gegentore der Rückrunde (20). - Hinrunde: 0:1

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund:
Im Schnitt nur jedes vierte Heimspiel und nur zwei der letzten elf Treffen gewannen die Gladbacher im Borussen-Duell, das schon 25-mal unentschieden endete. In den letzten vier Heimauftritten ließen die Platzherren insgesamt nur einen Gegentreffer zu und gerieten keinmal in Rückstand. Ihre neun Punkte und sieben Tore sind aber jeweils die zweitschlechteste Ausbeute der Rückrunde. Dortmund ist seit vier Runden ungeschlagen und hat in diesem Jahr die wenigsten Gegentore kassiert (acht). Gladbachs Coach Horst Köppel ist nach Ottmar Hitzfeld und Matthias Sammer der Trainer mit den drittmeisten Spielen (102) und Punkten (149) für Dortmund. Er gewann in Bielefeld sein einziges Heimspiel gegen den BVB mit 1:0, stand dort aber auch bei Dortmunds höchstem Bundesligasieg (11:1 am 6. November 1982) in der Verantwortung. - Hinrunde: 1:2

Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern:
Stefan Kuntz sorgte am 19. August 1994 für den letzten FCK-Sieg in Leverkusen, Miroslav Klose am 22. März 2003 für den einzigen Erfolg (jeweils 1:0) in den letzten 18 Duellen. Seit dem 2:2 am 3. Oktober 1998 hat der FCK, der seine letzten beiden Auswärtspartien verlor, bei Bayer keinen Punkt mehr geholt. Trainer Wolfgang Wolf verbuchte aus sieben Gastspielen am Rhein nur einen Zähler (2:2 mit Nürnberg am 2. Oktober 2004). In den letzten sieben Runden hatte der FCK nur drei Torschützen: Boubacar Sanogo (5), Halil Altintop und Ervin Skela (je 3). Leverkusen holte aus den letzten beiden Heimspielen insgesamt nur einen Punkt, verbuchte zu Hause aber die meisten Zähler der Liga durch Treffer in den letzten 20 Minuten (sieben) und schoss in der Rückrunde die meisten Tore (21). - Hinrunde: 2:2

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen:
Nur drei Treffer brachten die Hessen in den letzten sechs Heimspielen gegen Bremen zustande, der 1:0-Erfolg am 12. April 2000 brachte die einzigen Punkte in den letzten vier Heimaufgaben gegen Werder. Die Eintracht gewann nur eins der letzten fünf Heimspiele und eine der letzten sieben Partien (5:2 gegen Duisburg). Werder erzielte 2006 mit dem besten Angriff der Liga auswärts nie mehr als ein Tor und gewann von den letzten vier Gastspielen nur das in Dortmund (1:0 am 18. Februar). Bremen verlor als einziges Team noch keinen Punkt durch ein Gegentor in den letzten 15 Minuten. - Hinrunde: 1:4

Hertha BSC - VfB Stuttgart:
Matthias Sammer und Fritz Walter schossen die Tore, als Stuttgart am 2. März 1991 letztmals in Berlin gewann (2:0). In den acht Gastspielen seither erzielten die Schwaben ingesamt nur zwei Treffer, den letzten am 17. August 2002 durch Sean Dundee. Auch in den letzten vier (sieglosen) Spielen verbuchte der VfB nur zwei Tore, jeweils zum 1:1-Endstand in Kaiserslautern und Gladbach. Die Remis-Könige (15) verloren auf fremdem Terrain aber nur in Bielefeld (1:2 am 11. Februar). Hertha holte in den letzten drei Runden ohne Niederlage fünf Zähler mehr als der Uefa-Cup-Konkurrent, gewann aber nur eins der letzten sieben Heimspiele. Die letzten vier Berliner Punkte gingen auf das Konto von Marco Pantelic, der in den letzten vier Partien fünfmal traf. In Halbzeit eins schoss Hertha erst neun Tore, in Abschnitt zwei aber 31. - Hinrunde: 3:3

1. FC Nürnberg - FSV Mainz 05 (alle Samstag, 15.30 Uhr):
Nürnberg verlor zwei von drei Bundesligaduellen mit Mainz, und nach dem 1:4 im Hinspiel musste Trainer Wolfgang Wolf gehen. Sein Nachfolger Hans Meyer aber holte mit 1,67 Punkten im Schnitt (25 in 15 Spielen) mehr Punkte als Falko Götz mit dem Tabellenfünften Hertha. Die Franken sind seit vier Runden ungeschlagen (mit zehn von zwölf möglichen Zählern) und gewannen die letzten drei Heimspiele. Robert Vittek ist mit zehn Treffern der beste Schütze der Rückrunde. Mainz hat ebenfalls viermal in Folge nicht verloren und stünde ohne die Gegentore in den letzten fünf Minuten zehn Punkte besser auf Uefa-Cup-Platz fünf. - Hinrunde: 1:4

Schalke 04 - Hamburger SV:
Dank eines Eigentores von Mladen Krstajic zum 2:1 knackten die Hanseaten die Miniserie von drei Niederlagen "auf Schalke". Sie verloren noch keins der Duelle gegen ein anderes Teams aus dem Führungs-Quartett (drei Siege, ein Unentschieden) und brachten Schalke im Hinspiel die erste Saison-Niederlage bei. Sie gewannen ihre letzten drei Auswärtspartien und hatten in den letzten vier Pflichtspielen in Benjamin Lauth eine sichere "Bank" für ihren ersten Treffer. In der Rückrunde hat der HSV keinmal remis gespielt. Die "Königsblauen" kassierten mit der zuvor besten Abwehr der Liga fünf Gegentore in den letzten beiden Partien und schafften seit dem 1:1 gegen den FC Bayern am 15. Oktober nach einem 0:1 keinen Punktgewinn mehr. Hamburg (sieben) und Schalke (neun) sind die Teams mit den wenigsten Gegentoren vor der Pause. - Hinrunde: 0:1

Hannover 96 - Arminia Bielefeld (beide Sonntag, 17.30 Uhr):
Drei Tore in fünf Spielen, keins zu Hause - das ist Hannovers Bilanz aus den Duellen mit Bielefeld in diesem Jahrtausend. Noch kein 96er erzielte mehr als ein Tor gegen Arminia, und in den letzten zwölf Runden bejubelten die Niedersachsen nur beim 2:1 gegen Hamburg am 8. Februar mehr als einen Treffer. Von den letzten sechs Aufgaben gewann Hannover nur die gegen Schlusslicht Köln (1:0 am 18. März). Die Ostwestfalen erzielten gar nur zwei Tore in den letzten sechs Runden und verloren die letzten drei Gastspiele "zu Null". Mit der Negativ-Bestmarke von sechs Treffern holten sie in der Rückrunde aber elf Punkte, so viele wie Uefa-Cup-Kandidat Hertha mit 13 Toren. Hannover und Bielefeld ließen als einzige Teams kein "Joker"-Gegentor zu. - Hinrunde: 4:1

Quelle: sid

 
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