Kommentar: HSV-Sportchef fällt aus der Rolle
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 18.02.2011 - 10:06Hamburg (RP). Bastian Reinhardt hat einen hübschen Blackberry, ein standesgemäßes Handy, einen Turbo-Laptop und einen Audi Q5 als Dienstwagen – wie ein richtiger Chef, ein Sportchef. Mit all den Gerätschaften kann der Manager des Hamburger SV bestimmt ziemlich chefmäßig umgehen.
Es fällt ihm aber offenbar schwer, sich nicht mehr wie ein rustikaler Innenverteidiger, sondern wie eine Führungsfigur eines durchaus vornehmen Klubs zu benehmen. "Ich könnte abkotzen, wenn ich sehe, wie die Paulianer in unserem Stadion feiern", schimpfte Bastian Reinhardt nach der ersten Niederlage im Stadtderby seit 1977.
Auch wenn Fußball ein Spiel der Emotionen ist, und ein Stadion ein Ort für deutliche Worte, gehört sich diese Ausdrucksweise nicht. Mit solchen Aussagen trägt er bestimmt nicht zur Entspannung zwischen den Fangruppen der Hamburger Bundesligisten bei.
Im Gegenteil. Zweifel an Reinhardts Eignung gibt es, seit er im Mai vergangenen Jahres den Posten im Vorstand der Hanseaten bekam. Er tut zu wenig, um sie zu zerstreuen.
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