Schalke 04 braucht Finanzspritze: Im Ruhrpott wird die Kohle knapp
zuletzt aktualisiert: 11.09.2009 - 10:22Düsseldorf (RPO). Auf Schalke herrscht Finanz-Notstand! Die "Königsblauen" sind wieder einmal auf der Suche nach frischem Geld. Ob Felix Magath wusste, worauf er sich bei S04 eingelassen hat? Weg vom deutschen Meister, weg von den stets durch den VW-Konzern gut gefüllten Kassen. Stattdessen ist der Trainer und Manager in Gelsenkirchen mehr mit dem Stopfen von Finanzlöchern beschäftigt.
Zwischen 15 und 25 Millionen Euro soll Geschäftsführer Peter Peters nach einem eiligen Beschluss des Aufsichtsrates so schnell wie möglich an Land ziehen. Mit dieser Finanzspritze soll eine saubere Finanzierung der laufenden Bundesligasaison gewährleistet werden. Dies berichten übereinstimmend der Kölner "Express" und das Fachmagazin "Kicker".
Ausschlaggebend für die neuerliche Schieflage beim Traditionsverein sind vor allem die hohen Personalkosten. Stars wie Jefferson Farfan, Kevin Kuranyi oder Rafinha beziehen fürstliche Gehälter. Die hierfür fest eingeplanten Einnahmen aus dem internationalen Geschäft sind dem Verein in dieser Saison durch die Lappen gegangen.
Noch im Januar hatte der Aufsichtsrat eine Verringerung der Personakosten gefordert. Statt der heutigen 55 Millionen, sollten nur noch rund 47 Millionen Euro in den Lizenspielerkader fließen. Doch Felix Magath schob in der Sommerpause dem ein oder anderen möglichen Transfer einen Riegel vor. Er wollte keinen seiner Stars unter Marktwert verkaufen. Stattdessen steht so mancher Problemfall (Albert Streit, Rafinha) weiterhin auf der Gehaltsliste der Schalker.
Dass die Schalker rechtzeitig das benötigte Geld auftreiben ist ihnen durchaus zuzutrauen. Schließlich haben die Verantwortlichen mittlerweile große Erfahrung im Beschaffen von Investoren. Im Jahr 2007 investierte der russische Erdgas-Gigant Gazprom satte 44 Millionen Euro in den Klub. Von diesem Batzen Geld sollen nur noch gut zwölf Millionen Euro übrig sein. Und diese sind als Festgeld angelegt und nicht kurzfristig verfügbar.
Ein 12-Millionen-Euro-Deal mit einem US-Investor in Boston, für den die Schalker im Gegenzug den Ausrüstervertrag mit adidas an die Amerikaner abtraten, sicherte erst vor wenigen Wochen die Liquidität bis zum Jahresende. Ab dem 1. Januar 2010 wird aber wieder neues Geld benötigt. Peters arbeitet also unter Hochdruck um das Schlimmste von Schalke 04 abzuwenden.
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