Bundesliga
| 13.18 Uhr
Dortmund-Trainer bestätigt Gerüchte
Jürgen Klopp: "Lewandowski wechselt zu Bayern"
Bundesliga 13/14: Wer kommt, wer geht?
Bundesliga 13/14: Wer kommt, wer geht? FOTO: afp, PATRIK STOLLARZ
Dortmund. Was haben Borussia Dortmund und Robin Hood gemeinsam? Laut Jürgen Klopp eine ganz Menge. Der BVB-Cheftrainer sieht zwar Triple-Gewinner Bayern München als haushohen Favoriten auf den Titel in der Fußball-Bundesliga, will aber den Champions-League-Sieger in der neuen Saison mit seinem Team ebenso ärgern, wie es der Geächtete aus dem Sherwood Forest mit den Adligen und Reichen getan haben soll.

"Wir haben Pfeil und Bogen. Und wenn wir genau zielen, können wir treffen. Nur die Bayern haben – gefühlt – eine Bazooka. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie treffen werden, ist also deutlich größer. Dennoch soll Robin Hood sehr erfolgreich gewesen sein", sagte Klopp im Gespräch mit der Welt am Sonntag und sieht die Schwarz-Gelben wohl quasi als "Rächer der Enterbten".

Anhand der heute bekannten Fakten sei den Bayern "die Meisterschaft nicht zu nehmen", so der BVB-Coach, "aber das hat uns auch in den vergangenen Jahren nicht daran gehindert, es zumindest zu versuchen." Vielleicht könne seine Mannschaft auch aus der Tatsache, "dass wir in der vergangenen Saison nichts gewonnen haben, eine gewisse Kraft und Gier ziehen", äußerte der 46-Jährige.

Euphorie beim BVB riesengroß

Die Euphorie beim Vizemeister und Champions-League-Finalisten ist jedenfalls schon jetzt wieder riesengroß. Fast 90.000 Fans kamen am Samstag über den Tag verteilt zur Saisoneröffnung der Borussia, allein 49.500 sahen im Signal Iduna Park den 9:1-Sieg gegen eine Fanauswahl. Daraus resultierte ein Spendenscheck in Höhe von 170.000 Euro für die Flutopfer in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Den Dortmunder Fans wurden auch zwei neue Stars präsentiert: Offensiv-Allrounder Pierre-Emerick Aubameyang (24/AS St. Etienne/13 Millionen Euro) und Sokratis (25/Werder Bremen/9,5 Millionen Euro) wurden von Stadionsprecher Norbert Dickel vorgestellt. Der Transfer des Armeniers Henrich Mchitarjan (24) von Schachtjor Donzek für rund 25 Millionen Euro soll ebenfalls so gut wie über die Bühne sein.

Der BVB hofft, die Lücke, die vor allem Mario Götze mit seinem Wechsel für 37 Millionen Euro zu den Bayern gerissen hat, geschlossen werden kann. "Ich mache mir keine Gedanken, dass die Mannschaft von Borussia Dortmund eine schlechtere als letzte Saison sein könnte", äußerte Kapitän Sebastian Kehl.

Keine vorzeitige Freigabe für Lewandowski

Und selbst ein nicht hundertprozentig zufriedener Torjäger Robert Lewandowski, dem von der Borussia ein Wechsel an die Isar verweigert worden war, soll keine Belastung darstellen, so Klopp. Für den Dortmunder Meistertrainer von 2011 und 2012 ist klar, dass sein Goalgetter "nach der kommenden Saison zu den Bayern wechseln wird". Dass die Westfalen dem polnischen Nationalspieler die vorzeitige Freigabe für einen Transfer an die Isar versagten, sei ein normaler Vorgang.

Klopp: "Bis zu einem gewissen Zeitpunkt waren wir, was Roberts Wunsch nach Veränderung angeht, gesprächsbereit. Aber da in dieser Zeit nichts passiert ist, mussten wir irgendwann sagen: So, jetzt geht es nicht mehr. Und nun wollen wir unter Beweis stellen, dass man das kommende Jahr mit einem Qualitätsspieler wie Robert erfolgreich gestalten kann. Unsere Ergebnisse in der kommenden Saison stehen über allem. Und von Robert weiß ich, dass er das auch so sieht."

"Haben keine große Fluktuation"

Und Dortmund hofft, dass die Bayern unter dem neuen Trainer Pep Guardiola nicht noch einmal eine solche Traumsaison hinlegen wie 2012/2013, als sie 25 Zähler vor den Schwarz-Gelben in der Bundesliga landeten. "Unser Ziel muss es sein, uns zu verbessern. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Wir haben keine große Fluktuation. Natürlich fehlt uns Mario (Götze, d. Red.), der würde jeder Mannschaft auf diesem Planeten fehlen. Aber wir haben im letzten Jahr auch mit Mario relativ viele Gegentore bekommen. Also können wir uns in diesem Bereich auch ohne ihn verbessern."

Klopp findet Guardiola als "Typ super. Die Tatsache, wie er in Barcelona Fußball spielen ließ, ist einfach stark. Er ist ein absolutes Vorbild. Jetzt ist er bei einem neuen Verein, und der erste Eindruck ist: Bayern und Pep – das passt", sagte "Kloppo". Außerdem sei es ein Zeichen für die Qualität der Bundesliga. "Wer früher ein großer Trainer werden wollte, musste ins Ausland gehen. Jetzt kommt ein großer Trainer wie Guardiola nach Deutschland", sagte Klopp im WamS-Interview.

Quelle: sid
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