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KSC - Hertha 2:1: Karlsruher Kraftakt gegen die Hertha

zuletzt aktualisiert: 23.11.2007 - 22:26

Karlsruhe (RPO). Der Karlsruher SC bleibt in der Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Am 14. Spieltag landete der Aufsteiger einen 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Hertha BSC Berlin und festige den vierten Tabellenplatz. Dabei drehten die Badener mit einem fulminanten Kraftakt die Partie vor heimischem Publikum.

Jubel beim Karlsruher SC.  Foto: ddp, ddp
Jubel beim Karlsruher SC. Foto: ddp, ddp

Die Hertha dümpelt nach der vierten Auswärtsniederlage in Serie weiter im Mittelfeld der Tabelle herum. Tamas Hajnal (56.) und Sebastian Frei (66.) drehten mit ihren Toren die Partie zu Gunsten des Tabellenvierten aus Baden. Marko Pantelic hatte die Hertha in Führung gebracht (35.).

Vor 29.217 Zuschauern im Wildparkstadion konnten die Gastgeber, die ohne Stammtorwart Markus Miller (Kreuzbandriss), Christian Timm (Grippe), Alexander Iaschwili (Verdacht auf Pfeiffersche Drüsenfieber) sowie Christopher Reinhard (Knöchelbruch) auskommen mussten, in den ersten Minuten mit druckvollem Spiel überzeugen und waren die klar bessere Mannschaft.

Das Team um Spielmacher Hajnal, dessen Wahl zu Ungarns Fußballer des Jahres kurz vor der Partie bekanntgegeben wurde, drängte die Berliner in dieser Phase durch aggressives Pressing und schnell vorgetragene Angriffe weitgehend in die Defensive. Die Hertha hatte den Kombinationen der Platzherren kaum etwas entgegenzusetzen, konnte den Rückstand aber trotz guter Chancen des Südafrikaners Bradley Carnell (5.) und des Albaners Edmond Kapllani (7.) vermeiden.

Karlsruhe nicht eisig genug

Den Gästen war das Fehlen der brasilianischen Nationalspieler Gilberto und Mineiro, die nach ihren Länderspieleinsätzen für die Selecao erst am Freitagvormittag zurück nach Deutschland gekommen waren, deutlich anzumerken. Allerdings ließen die Karlsruher mit zunehmender Spieldauer die nötige Präzision in der Offensive immer mehr vermissen, so dass die Hertha das torlose Remis zunächst ohne große Probleme halten konnte.

Ab Mitte der ersten Hälfte verstärkten die Badener wieder ihre Bemühungen und erarbeiteten sich ihre Chancen fast im Minutentakt. Doch Carnell (23.), Kapllani (23., 27.), Christian Eichner (24.) und Sebastian Freis (27.) brachten trotz großer Gelegenheiten den Ball nicht im Tor von Berlins Keeper Jaroslav Drobny unter.

Wie fast nicht anders zu erwarten war, wurde der KSC für die schwache Chancenauswertung durch den siebten Saisontreffer von Pantelic bestraft. Nach der Führung agierten die Profis aus der Hauptstadt mit wesentlich größerem Selbstvertrauen als zuvor. Die Gastgeber wirkten dagegen bis zur Pause geschockt.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich der KSC wieder steigern und war um den Ausgleich bemüht. Das Engagement der Gastgeber wurde in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs allerdings nicht belohnt, da die mittlerweile äußerst konzentriert in der Defensive agierenden Berliner kaum Chancen zuließen. Den vierten Saisontreffer Hajnals konnten die Gäste aber dennoch nicht verhindern. Nach dem Ausgleich drängten die Badener auf den Sieg und Freis brachte die Gastgeber mit seinem Tor auf den richtigen Weg.

Beste Spieler auf Seiten der Gastgeber waren Hajnal und der bemühte Porcello. Bei den Berlinern konnten vor allem Torschütze Pantelic und der agile Mittelfeldspieler Patrick Ebert überzeugen.


STATISTIK:

Karlsruhe: Kornetzky - Görlitz, Eggimann, Franz, Eichner - Mutzel, Porcello - Freis, Hajnal (90. Staffeldt), Carnell (46. Orahovac) - Kapllani (83. Aduobe). - Trainer: Becker

Berlin: Drobny - Chahed (82. Ede), Friedrich, von Bergen, Fathi - Dardai, Simunic - Piszczek (63. Okoronkwo), Lustenberger (72. Andre Lima), Ebert - Pantelic. - Trainer: Favre

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)

Tore: 0:1 Pantelic (35.), 1:1 Hajnal (56.), 2:1 Freis (66.)

Zuschauer: 29.217

Beste Spieler: Porcello, Hajnal - Ebert, Pantelic

Rote Karten: keine

Gelb-Rote Karten: keine

Gelbe Karten: Franz (5), Hajnal (2), Mutzel - Ebert (3), Okoronkwo (2), Friedrich (2)


 
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