Wechsel nicht bestätigt: Khedira dementiert Einigung mit Real Madrid
zuletzt aktualisiert: 19.07.2010 - 12:04Stuttgart (RPO). Der FC Barcelone war schon dran, Real Madrid bemüht sich ebenfalls, und nun steigt offenbar auch Juventus Turin in den Poker ein: Werder Bremens Mesut Özil ist nach Sami Khedira vom VfB Stuttgart der zweite deutsche WM-Star, bei dem ein Wechsel ins Ausland immer wahrscheinlicher wird. Während Khediras Transfer nach Madrid angeblich nur noch an Details hängt, stellt sich bei Özil wohl lediglich die Frage: Real oder Juve?
Einen Tag nachdem spanische Medien die "Operacion Özil" bereits als gelaufen verkauft hatten, zog die italienische Presse nach und legte ein mögliches Tauschgeschäft mit Werders Mittelfeldstar und dem Ex-Bremer Diego in Diensten der Turiner nahe. Der Brasilianer hatte die Hanseaten vor einem Jahr für 24,5 Millionen Euro Ablöse Richtung Italien verlassen, die hohen Erwartungen dort aber nie erfüllt.
Die abgebrochenen Vertragsgespräche zwischen Werder und Özil gaben den Transfergerüchten zuletzt zusätzliche Nahrung. Doch Bremens Sportdirektor Klaus Allofs hat die Hoffnung auf einen Verbleib des Nationalspielers noch nicht aufgegeben. Dass man das Thema zuletzt zurückgestellt habe, heiße nicht, "dass wir die Gespräche nicht wieder aufnehmen", sagte der Vorstandsboss im Kicker. Zugleich räumte er ein, dass es eine "Lücke" bei den jeweiligen Vertragsvorstellungen beider Seiten gebe.
Die Kontakte zu ausländischen Interessenten werden indes nicht in Abrede gestellt. So weiß Allofs vom Begehren aus Madrid, seit sich Özils Berater Reza Fazeli jüngst mit Real-Sportchef Jorge Valdano traf. Zwischen 15 und 20 Millionen Euro soll die Ablöseforderung der Bremer liegen.
Bundestrainer Joachim Löw sieht in der jüngsten Entwicklung derweil ein positives Signal. "Die Sichtweise auf die deutschen Spieler hat sich verändert. Ich denke, bei den europäischen Top-Vereinen ist verstärkt Interesse vorhanden. Das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall", sagte Löw der Bild-Zeitung. Schließlich ist neben Khedira und Özil auch noch Bayern-Stürmer Mario Gomez bei Real im Gespräch.
Eine endgültige Einigung steht in allen drei Fällen aber noch aus. Auch Khedira dementierte eine angeblich perfekte Vereinbarung über einen Wechsel. "Es gibt keine Einigung, und es ist auch nicht entschieden, was ich mache", widersprach der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler im Kicker den Berichten, er habe sich mit dem spanischen Rekordmeister auf einen Vertrag bis 2015 geeinigt.
"Das Interesse freut mich. Aber ich muss mir erst einmal alles durch den Kopf gehen lassen", sagte Khedira. Er berichtete, ein "sehr offenes und ehrliches Gespräch" mit VfB-Trainer Christian Gross und VfB-Sportdirektor Jochen Schneider geführt zu haben. Gross habe ihm dabei "sehr klar und beeindruckend" verdeutlicht, wie er sich eine Zukunft mit ihm vorstelle. Allerdings wolle er nun erst einmal in den Urlaub fahren und danach weiterreden.
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