Leverkusen - Dortmund 2:3: Klopp gewinnt Duell mit Labbadia
zuletzt aktualisiert: 16.08.2008 - 17:31Leverkusen (RPO). Jürgen Klopp hat einen glänzenden Bundesliga-Einstand als Trainer von Borussia Dortmund gefeiert und seinem Leverkusener Kollegen Bruno Labbadia die Premiere im Fußball-Oberhaus kräftig verdorben. Die vom ehemaligen "TV-Bundestrainer" und Ex-Mainz-Coach Klopp trainierten Borussen gewannen zum Auftakt bei Labbadias Bayer Leverkusen verdient mit 3:2 (2:1).
"Durch die schwere Verletzung von Dede ist die Stimmung natürlich sehr getrübt und es fällt mir schwer, über das Spiel zu reden", sagte der frühere "TV-Bundestrainer" Klopp. Als der Linksverteidiger nach 72 Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht und Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz humpelte, war dies nur der Höhepunkt eines abseits des Sieges verkorksten Tages.
Am Morgen war der Wechsel von Mladen Petric - mit 13 Treffern bester BVB-Torschütze der vergangenen Saison - im Tausch mit Mohamed Zidan zum Hamburger SV bekannt geworden. Kurz vor der Pause musste Torhüter Roman Weidenfeller mit einer allerdings weniger schlimmen Risswunde ausgewechselt werden.
"Wir haben den Sieg teuer erkauft. Das dämpft die Euphorie doch drastisch", meinte Kapitän Sebastian Kehl und fügte an: "Die schwere Verletzung von Dede ist ein herber Schlag und sehr sehr bitter." Dass der BVB nach dem Gewinn des inoffiziellen Supercups und dem Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals den ersten Auswärtssieg seit einem halben Jahr feierte und gerüstet für das Heimdebüt gegen Double-Sieger Bayern München scheint, interessierte beim BVB am Samstag niemanden mehr.
Viel Luft nach oben
Selbst die insgesamt gute Leistung bewerteten die Borussen unter dem Eindruck der zahlreichen Nackenschläge arg kritisch. "Wir haben leidenschaftlich verteidigt, aber für meinen Geschmack zu ungeordnet", meinte Klopp. "Ansätze waren da, aber es ist noch einiges zu tun und viel Luft nach oben", ergänzte Kehl.
Und Marc-Andre Kruska schien die neue Euphorie beim Vorjahres-13. schon langsam zu nerven. "Von einer Ära Klopp sollte noch niemand sprechen. Wir haben erst ein Spiel gewonnen", meinte der Mittelfeldspieler nach dem Erfolg durch Tore des unter Klopp wieder erstarkten Nelson Valdez (4.), Florian Kringe (37.) und Subotic (49. ).
Getrübt war die Stimmung auch bei Bayer. Nachdem die Rheinländer durch sieben Niederlagen in den letzten zehn Spielen der Vorsaison noch den sicher geglaubten Uefa-Cup-Platz verschenkten, sollte unter dem neuen Coach Bruno Labbadia Aufbruchstimmung erzeugt werden.
Doch wie beim mühsamen Pokal-Erfolg bei Rot-Weiß Oberhausen (3:2 n.V.) waren bei den leidenschaftlich kämpfenden Leverkusenern erneut große Defensivschwächen und fehlende Präsenz im Mittelfeld offensichtlich. "Wir haben fußballerisch überzeugt, immer an uns geglaubt und zahlreiche Chancen gehabt. Aber das ist alles Makulatur. Wir haben null Punkte", meinte Labbadia nach der "sehr sehr großen Enttäuschung".
Dass die Angreifer Patrick Helmes (21.) und Stefan Kießling (83.) trafen, war für den einstigen Torjäger ein schwacher Trost. In dem aus Köln gekommenen Nationalstürmer Helmes sah er trotz dessen starker Leistung sogar einen der Hauptschuldigen. "Normalerweise ist er eiskalt. Wenn er seine Chancen heute besser nutzt, gehen wir als Sieger vom Platz", monierte der Coach.
STATISTIK
Leverkusen: Fernandez - Castro, Friedrich, Henrique, Djapka (90. Bulykin) - Rolfes - Renato, Vidal (68. Gekas), Barnetta (79. Dum) - Kießling, Helmes. - Trainer: Labbadia
Dortmund: Weidenfeller (45.+1 Ziegler) - Rukavina, Subotic, Hummels, Dede (72. Schmelzer) - Kehl, Hajnal - Kringe, Blaszczykowski - Klimowicz (46. Kruska), Valdez. - Trainer: Klopp
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Valdez (4.), 1:1 Helmes (21.), 1:2 Kringe (37.), 1:3 Subotic (49.), 2:3 Kießling (83.)
Zuschauer: 22.500 (ausverkauft)
Beste Spieler: Renato, Helmes - Subotic, Valdez
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: Friedrich, Renato, Djapka - Subotic, Kehl
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

























