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Panorama Schalke Dortmund Derby 2010
  Foto: AP, AP
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Schalke - Dortmund 2:1: Königsblau triumphiert im Derby

VON ECKHARD CZEKALLA - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010 - 22:45

Gelsenkirchen (RP). Borussia Dortmund ist im Duell der Bundesliga-Erzrivalen zwar in Führung gegangen, aber Treffer von Höwedes und Rakitic drehten die Partie. Am Ende hatte das Team von Felix Magath mit 2:1 die Nase vorn. 

Edu legte den Ball gekonnt vor -­ und dann waren es nur Sekundenbruchteile, ehe in der Gelsenkirchener Großraumdisco die Post abging. Ivan Rakitic, nicht gerade aufgefallen in den gut 80 Minuten zuvor, schlenzte das Spielgerät unerreichbar für Dortmunds Schlussmann Roman Weidenfeller zum 2:1 in Netz. Die Welt der Schalker Fans, über eine Stunde mächtig in Unordnung geraten, war wieder intakt. Das 135. Revier-Derby hatte einen Sieger.

Schalke gegen Dortmund ­- für die Fans beider Klubs ist das mehr als nur ein Spiel. Gestern Abend aber war es 45 Minuten lang eher langweilig. Doch die zweite Halbzeit entschädigte für das müde Gekicke, bot alles, was man von einem Derby erwarten kann: Tore, beherzte Zweikämpfe, Torchancen.

Die zweite Halbzeit war keine Minute alt, da trat Ivan Rakitic dem Dortmunder Nelson Valdez auf den Fuß. Da dies im Strafraum geschah, gab es Elfmeter, den Nuri Sahin souverän verwandelte. Torhüter Manuel Neuer, zuvor in 633 Minuten im eigenen Stadion, in dem Schalke die zurückliegenden sechs Spiele gewonnen hatte, nicht bezwungen, war chancenlos.

Info

Schalke: Neuer - Rafinha, Höwedes, Bordon, Schmitz - Kluge, Rakitic - Farfan, Edu (84. Asamoah), Sanchez (46. Moritz/65. Baumjohann) - Kuranyi. - Trainer: Magath

Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels (82. Felipe Santana), Schmelzer - Bender (86. Kehl), Sahin - Blaszczykowski, Zidan (73. Hajnal), Großkreutz - Valdez. - Trainer: Klopp

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Tore: 0:1 Sahin (47., Foulelfmeter), 1:1 Höwedes (66.), 2:1 Rakitic (83.)

Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)

Beste Spieler: Bordon, Rakitic - Hummels, Sahin

Gelbe Karten: Schmitz (3), Kuranyi (3) - Großkreutz (4), Valdez (5/1), Blaszczykowski, Bender (3)

Doch die Gastgeber schlugen zurück ­ einmal mehr nach einer Standardsituation. Den Freistoß von Lukas Schmitz verlängerte Benedikt Höwedes zum 1:1. Es war Schalkes 14. Treffer im Anschluss an einen „ruhenden Ball” (Ecke oder Freistoß) und Dortmunds 16. Gegentor.

Im Bemühen, nichts falsch zu machen, sorgten die Spieler auf dem Rasen zunächst für einen langweiligen Abend. Vor allem die Gastgeber enttäuschten, waren selten in der Lage, ein Erfolg versprechendes Spiel aufzuziehen. Und wenn Abwehrspieler Rafinha am Ball war, herrschte sogar Alarmstufe rot, denn der Brasilianer war in der ersten Halbzeit völlig neben der Spur.

Dennoch hatte Schalke die besten Chancen. Marcello Bordons Schuss aus 30 Metern lenkte Dortmunds Schlussmann Roman Weidenfeller mit Mühe zur Ecke ab, die erneut der Brasilianer per Kopf zum 1:0 verlängert hätte, wäre Mohamed Zidan nicht für seinen geschlagenen Schlussmann eingesprungen. Und als Jefferson Farfan kurz vor Ende der ersten Halbzeit abzog, blieb der Ball gerade noch zwischen Weidenfellers Beinen hängen.

„Wir sind nicht für die Attraktivität zuständig, sondern für das Ergebnis”, hatte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp vor der Partie betont. Nach dem Wechsel war sein Team aber zusehends in der Abwehr beschäftigt. Und seine Spieler machten Fehler, verloren in der Schlussphase die Coolness, die sie lange Zeit ausgezeichnet hatte.

Es hätte noch deutlicher werden können. Vor allem Kevin Kuranyi hatte seine Chancen. Doch der Stürmer, der sein 250. Bundesligaspiel absolvierte, war glücklos. Auch die größte Chance, als Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller und Mats Hummels zusammenprallten und liegen blieben, konnte er nicht nutzen. Am Ende aber war dies egal. Die Gastgeber gaben sich keine Blöße mehr in der Abwehr, in der Schlussmann Neuer zweimal außerhalb seines Strafraums per Kopf hatte klären müssen.

In der Südkurve wurde ausgelassen gefeiert ­ und als auch der letzte Versuch der Gäste erfolglos war, begann die Partytime. Schalke bleibt Dritter und hat nun neun Punkte Vorsprung auf den Rivalen. „Die Nummer 1 im Revier sind wir”, schallte es von der Tribüne. Schalke hatte sich in die Partie zurückgekämpft und verdient gewonnen.

Quelle: RP

 
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