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Borussia Dortmund Jubel Panorama dapd2010
  Foto: dapd, dapd
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Titelkampf in der Bundesliga: Konkurrenz gegen Dortmund immer machtloser

zuletzt aktualisiert: 28.11.2010 - 21:11

Köln (RPO). Fast schon wie selbstverständlich eilen sie von Rekord zu Rekord, doch das "M-Wort" steht bei den Dortmunder Überfliegern weiter auf dem Index. Dabei streckt die Konkurrenz schon die Waffen. Die Bayern sind dazu übergegangen, aus Machtlosigkeit den Spitzenreiter einfach zu ignorieren. Und beim Vizemeister Schalke "05" liegen ohnehin nur noch die Nerven blank.

Bei Rekordmeister Bayern München herrscht wieder ein bisschen Frieden, bei Schalke "05" das blanke Entsetzen. Doch so unterschiedlich die Stimmungslage der beiden besten Teams der vergangenen Saison nach dem 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga auch sein mag, die Rivalen sind sich in einem Punkt einig: Vergleiche mit den Überfliegern von Borussia Dortmund verbieten sich derzeit.

37 Punkte hat der Spitzenreiter nach dem souveränen 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Konto, 14 mehr als die Bayern und sagenhafte 24 mehr als der Erzfeind aus Gelsenkirchen. Angesichts dieser imposanten Zwischenbilanz, die nach 14 Spielen bisher nur die Münchner in der Saison 2005/06 mit einer allerdings schlechteren Tordifferenz erreichten, ließen sich die Tabellenführer zumindest ein erstes Zwischenziel entlocken. "Wir wollen auch noch die nächsten drei Spiele und die Herbstmeisterschaft gewinnen", sagte Nationalspieler Kevin Großkreutz. Ein einziger Dreier würde dafür schon genügen.

Das "M-Wort" steht bei Borussia Dortmund allerdings noch immer auf dem Index. "Ich habe noch kein Gefühl für das Wort Meisterschaft, das ist noch ein ganz, ganz langer Weg", sagte Trainer Jürgen Klopp, nachdem seine Elf den Tabellenletzten im Anschluss an eine mäßige erste Halbzeit in seine Einzelteile zerlegt hatte.

Beim FC Bayern sind die Entscheidungsträger nach dem 4:1 gegen Eintracht Frankfurt kurzerhand dazu übergegangen, die enteilte Konkurrenz aus Dortmund schlicht zu ignorieren. Man werde, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, nicht mehr auf den BVB, "sondern nur noch auf den FC Bayern schauen und siegen".

Es gab ohnehin wichtigere Themen. Pünktlich zur Jahreshauptversammlung am Dienstag schloss Rummenigge in seine Lobeshymnen auch demonstrativ Louis van Gaal ein und bestätigte lächelnd die Jobgarantie für den Trainer: "Wir haben sehr guten Fußball gespielt und sind sehr zufrieden mit ihm."

Nächster Gegner der Bayern ist am kommenden Samstag Schalke 04, und bei den Königsblauen verstehen sie die Welt nicht mehr. 0:5 beim 1. FC Kaiserslautern, die höchste Bundesliga-Niederlage seit mehr als 18 Jahren, und das drei Tage nach dem 3:0 gegen Olymique Lyon und der Mega-Party zum Einzug ins Achtelfinale der Champions League. "Wenn wir in jedem Spiel so spielen, steigen wir auf jeden Fall ab", sagte Nationaltorwart Manuel Neuer.

Nun wird Magath wieder die Peitsche herausholen. "Dieses Ergebnis schreit nach Konsequenzen", sagte der Trainer unmittelbar nach Spielende. Am Morgen danach erläuterte er diese anscheinend seinen Spielern in einer ausführlichen Predigt, in der wohl auch eine drastische Kürzung des Winterurlaubs angekündigt wurde. Öffentlich wollte sich Magath nach der Übungseinheit nicht mehr äußern.

Die höchste Pleite unter seiner Regie war am mächtigsten Schalker nicht spurlos vorübergegangen. "Wir haben keine Einstellung gefunden. Einige Spieler haben anscheinend noch vom internationalen Fußball geträumt. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, dass eine Mannschaft, die gegenüber dem Spiel unter der Woche gegen Benfica Lissabon nur auf einer Position verändert war, drei Tage später so desolat spielt", sagte Magath. Der Gegner am Mittwoch hieß wohlgemerkt Lyon.

Bayer Leverkusens nächster Gegner in der Europa League am kommenden Mittwoch heißt definitiv Rosenborg Trondheim, und die Werkself wird mit gedrückter Stimmung in das Spiel gehen. "Das Unentschieden war enttäuschend und bringt uns nicht weiter. Jetzt müssen wir unsere Wunden lecken", sagte Völler zum 2:2 bei 1899 Hoffenheim, das die Gastgeber mit einem von Gylfi Sigurdsson verwandelten Foulelfmeter in der vierten Minute der Nachspielzeit sicherstellten. Damit hat Bayer (26) als Tabellendritter hinter dem FSV Mainz 05 (30) nun elf statt nur neun Zähler Rückstand auf den BVB.

Quelle: SID/spo

 
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