Bundesliga
| 21.55 Uhr
Frankfurt - Mainz 1:3
Mainz stoppt Frankfurter Höhenflug im Derby
Bundesliga 12/13: Frankfurt - Mainz
Bundesliga 12/13: Frankfurt - Mainz FOTO: afp, DANIEL ROLAND
Frankfurt. Ausgerechnet der FSV Mainz 05 hat den Höhenflug der Frankfurter Eintracht jäh beendet. Die Rheinhessen siegten im Rhein-Main-Derby mit 3:1 (2:0) und fügten der Eintracht die erste Heimniederlage der Saison zu.

Andreas Ivanschitz (18.), Shawn Parker (42.) und Nikolce Noveski (52.) erzielten die Treffer der Mainzer, die ihren ersten Bundesliga-Sieg in Frankfurt feierten. Zudem traf der Mainzer Torjäger Adam Szalai ins eigene Tor (52.). Die Gelb-Rote Karte für FSV-Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger (88.) änderte nichts mehr.

Der Tabellenvierte aus Frankfurt kam vor 47.800 Zuschauern nur schwer in die Partie. Folgerichtig hatten die Gäste die erste gute Torgelegenheit. Ivanschitz scheiterte am gut reagierenden Eintracht-Keeper Kevin Trapp (9.).

Noveski beinahe mit Eigentor

Die Mainzer spielten frech auf, die Eintracht konnte ihr offensives Spiel nicht wie gewohnt aufziehen. Nach 18 Minuten fiel der Führungstreffer der Gäste. Ivanschitz verwertete ein Zuspiel des erst 19 Jahre alten Parker. Nur eine Minute später wäre fast der Ausgleich gefallen, als dem Mainzer Innenverteidiger Noveski beinahe ein Eigentor unterlief.

Danach rannte die Eintracht kopf- und ideenlos gegen eine sichere Mainzer Defensive an und ermöglichte den Gästen so einige Kontergelegenheiten. Nach 33 Minuten entschärfte der sichere Trapp einen Weitschuss von Eugen Polanski. Kurz vor der Pause erhöhte Parker in seinem zweiten Bundesligaspiel per Flachschuss auf 2:0.

Die von großen Personalsorgen geplagten Gastgeber mussten auf Karim Matmour (Gelb-Rot), Anderson (Bauchmuskelverletzung), Vadim Demideov (Leistenbeschwerden) und Erwin Hoffer (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Für die Innenverteidigung hatte Trainer Armin Veh überraschend den 17 Jahre alten Bundesliga-Debütanten Marc-Oliver Kempf nominiert. Sein Gegenüber Thomas Tuchel hatte hingegen im Sturm überraschend Parker anstelle von Nicolai Müller aufgeboten.

Mainz lässt nichts mehr anbrennen

Zur zweiten Halbzeit brachte Eintracht-Trainer Veh Stefano Celozzi für den indisponierten Olivier Occean ins Spiel. Bei den Mainzern musste Torschütze Ivanschitz in der Kabine bleiben. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieben zunächst die Gäste am Drücker. Zunächst traf Parker nur die Latte (48.), kurz darauf erhöhte Noveski nach einem Eckball per Kopf auf 3:0.

Nur drei Minuten später schöpften die Frankfurter wieder Hoffnung, als der Mainzer Szalai eine Flanke von Takashi Inui ins eigene Tor lenkte. Der Treffer war wie ein Weckruf für die Eintracht, die nun energischer auf das Tor der Gäste spielte. In der 63. Minute verpasste Stefan Aigner aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer nur knapp.

Doch die Abwehr der Gäste stand auch im zweiten Durchgang sicher. Nach 70 Minuten war das Aufbäumen der Hausherren beendet. Mainz hätte bei einer konsequenteren Ausnutzung der Konterchancen früher für die Entscheidung sorgen können.

Bei der Eintracht erreichten nur Keeper Trapp und Sebastian Rode Normalform. Die Mainzer hatten in Ivanschitz und Parker ihre besten Akteure.

Quelle: sid/areh/seeg
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