1. Bundesliga 16/17
| 20.30 Uhr

"Ist noch alles möglich"
Hummels beschwert sich über "Drecksmitteilung" des BVB

Fotos: Pfiffe und Plakate gegen Hummels
Fotos: Pfiffe und Plakate gegen Hummels FOTO: dpa, bt hpl
Dortmund. Am Samstag wurde Mats Hummels von einigen BVB-Fans ausgepfiffen und beschimpft. Hintergrund: Natürlich sein Wechselwunsch zum FC Bayern, den Borussia Dortmund öffentlich gemacht hatte. In einem Plausch mit Fans ärgerte sich Hummels nun über diese Mitteilung.

Am 28. April hatte der BVB via Börsen-Mitteilung den Wunsch des Weltmeisters nach einer Freigabe für einen Wechsel zum FC Bayern zur kommenden Saison bekanntgegeben und damit die vorher laut gewordenen Gerüchte bestätigt. Zwar hatte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke danach betont: "Es ist mit unserer heutigen Mitteilung überhaupt nicht gesagt, dass Mats nicht im nächsten Jahr weiterhin in unserem Trikot spielt." Doch für die Öffentlichkeit und natürlich auch die Fans war damit klar: Hummels will unbedingt zu den Bayern, jetzt geht es nur noch um die Ablösesumme.

Beim Autogrammeschreiben nach dem Training unterhielt sich Hummels nun mit ein paar Anhängern, die die Pfiffe kritisierten. "Das war eine kleine persönlicher Abrechnung von ein paar Leuten", sagte der Innenverteidiger dazu. Als daraufhin ein Fan sagte: "Also meinetwegen dürfen Sie gerne hier weiterspielen", antwortete Hummels: "Ist auch noch alles möglich, ist noch nichts entschieden. Diese Drecksmitteilung da hat einen anderen Eindruck erweckt. Keine Ahnung, warum man die machen muss."

Gemeint war wohl die Ad-Hoc-Mitteilung seines eigenen Vereins. Als börsennotierter Klub ist Dortmund laut Wertpapierhandelsgesetz allerdings verpflichtet, über Entwicklungen, die den Aktienkurs beeinflussen könnten, zu informieren.

 

@the_unity09,#matshummels

Ein von Timo Schmit*🌹 (@ti_mo14) gepostetes Video am

Einer der Fans, der bei dem Gespräch am BVB-Trainingsgelände dabei war, postete das Video bei Instagram.

Es wird spekuliert, dass die Borussia für Weltmeister Hummels bis zu 40 Millionen Euro von den Bayern fordert. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte trotz der harten Haltung der Dortmunder versichert, noch vor dem DFB-Pokalfinale der Münchner gegen den BVB am 21. Mai eine Einigung über den Transfer erzielen zu wollen. "Beide Klubs haben kein Interesse, dass die Geschichte gezogen wird. Beide wollen da vorher Klarheit schaffen", hatte Rummenigge gesagt.

(areh)
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