"Nächstes Jahr gehörst du mir": Mourinho will auch Schweinsteiger holen
zuletzt aktualisiert: 07.09.2010 - 11:01Düsseldorf (RPO). Real Madrids Trainer Jose Mourinho setzt offenbar alles daran, Bastian Schweinsteiger von Bayern München zur kommenden Spielzeit zu verpflichten. Der Vertrag des Nationalspielers in München endet 2012.
Die Szene ereignete sich nach dem Freundschaftsspiel des deutschen Rekordmeisters gegen Real zu Ehren von Franz Beckenbauer. Nach dem Sieg der "Königlichen" im Elfmeterschießen trafen sich Mourinho und der Mittelfeld-Star auf dem Rasen der Allianz-Arena und schüttelten sich kurz die Hand. Wie die "Bild" berichtet, schaute der Portugiese dem 26-Jährigen dabei tief in die Augen und sagte: "Ich wollte dich letztes Jahr schon holen. Da habe ich dich aber nicht bekommen. Nächstes Jahr gehörst du mir."
Mourinho lockte schon einmal
Der 47 Jahre alte Star-Trainer, der vor der Saison vom Champions-League-Sieger Inter Mailand in die spanische Hauptstadt wechselte, wollte den Bayern-Spieler seinerzeit bereits nach Italien locken, doch Schweinsteiger verlängerte seinen Kontrakt bei den Bayern bis 2012. Der FC Bayern wird spätestens im kommenden Sommer versuchen, seinen Leistungsträger zu halten und ihm eine Vertragsverlängerung schmackhaft machen. Doch sollte dieses Unterfangen scheitern, wäre die Transferperiode im Sommer die letzte Chance, für Schweinsteiger eine Ablöse in Millionenhöhe zu kassieren.
Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte Schweinsteiger wie die anderen Eigengewächse Philipp Lahm und Thomas Müller während der WM in Südafrika jedoch für unverkäuflich erklärt. "Diese Spieler sind unverkäuflich. Ich habe schon nach dem Champions-League-Finale gesagt, dass wir sie definitiv nicht abgeben werden", sagte Rummenigge.
"Nicht mit den Bayern verheiratet"
Zuletzt hatte sich Schweinsteiger in einem Interview mit dem Fußball-Magazin "11 Freunde" sehr positiv über seinen Arbeitgeber geäußert: "Was wir jetzt gerade machen, das ist FC-Bayern-like. Deswegen kann es sein, dass ich noch sehr lange beim FC Bayern bleibe – und erst nach der Karriere meine Auslandserfahrung mache." In dem Interview ließ er sich jedoch noch ein kleines Hintertürchen offen: "Ich kann und will nicht sagen, dass ich mit den Bayern verheiratet bin. Das wäre nicht gerecht, auch nicht den Fans gegenüber."
Für Schweinsteiger wäre ein Wechsel zu Real Madrid durchaus lukrativ. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des internationalen Beratungsunternehmens Batten & Company bezüglich des Markenwerts der Bundesliga-Stars und Nationalspieler kam zu dem Schluss, dass der Blondschopf seinen Wert mit einem Wechsel ins Ausland weiter stiegern und Michael Ballack künftig auch als Werbeikone Nummer eins in Deutschland ablösen könnte. "Er hat sich enorm entwickelt und ist jetzt der klare Führungsspieler in Leistung und Auftreten", erklärt der Sportmarketing-Experte Björn Sander.
Mourinho hatte nach der WM, die die deutsche Mannschaft auf dem dritten Platz beendete, bereits die deutschen Nationalspieler Sami Khedira (VfB Stuttgart) und Mesut Özil (Werder Bremen) unter Vertrag genommen.
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