Torflauten in der Bundesliga: Nürnberg jagt Kölns Negativ-Rekord
zuletzt aktualisiert: 22.01.2010 - 11:45Düsseldorf (RPO). Es war ein in diesen Tagen selten gehörtes Geräusch: Torjubel in Köln. Und zwar von den Fans der Heim-Mannschaft. Nach zehn Spielen ohne eigenen Treffer brach Thomas Cichon am 2. März 2002 den Bann und schoss ein Tor. Nun jagt der 1. FC Nürnberg diesen Negativ-Rekord.
Mit Verlaub: Noch sind es ganze fünf Spiele, die das Kellerkind nicht treffen muss, um den Rekord zumindest einzustellen. Doch in die Top 8 der Mannschaften, die in der Bundesliga-Geschichte am längsten nicht getroffen haben, können es die Nürnberger schon an diesem Wochenende schaffen.
Am Samstag (ab 15.30 Uhr im Live-Ticker) trifft der "Club" daheim auf Eintracht Frankfurt. Für Trainer Dieter Hecking, erst in diesem Winter für den erfolglosen Michael Oenning eingesetzt, ist es die Heimpremiere. Nach dieser will Hecking sich möglichst nicht in der Hitliste der Torlos-Mannschaften wiederfinden.
Hier sehen Sie die Bundesliga-Profis mit den längsten Torflauten
Hier geht es direkt zu den Torlos-Teams der Bundesliga.
Insbesondere Andreas Wolf weiß, was es heißt, keine Tore zu schießen. Seit mittlerweile 34 Spielen wartet der Nürnberger Kapitän auf einen Bundesliga-Treffer. Zuletzt konnte er am 11. November 2007 ein eigenes Erstliga-Tor bejubeln.
Mit dieser persönlichen Torflauten-Serie ist Wolf aber lange nicht alleine. In nahezu jedem Erstligaklub gibt es "Leidensgenossen", die bemerkenswert lange nicht getroffen haben - wohlbemerkt als Feldspieler.
Der Hannoveraner Steven Cherundolo bringt es schon auf 70 Spiele ohne Tor, beim Leverkusener Hans Sarpei sind es gar 115 Partien.
Nürnberg will seine Flaute an diesem Wochenende zu den Akten legen. Nach dem 0:1 auf Schalke und zuletzt fünf Niederlagen in Folge hofft der neue Club-Trainer Dieter Hecking gegen Frankfurt auf die Wende. "Wir wollen nach unserer guten Leistung gegen Schalke einen draufsetzen. Wir haben den absoluten Willen, das Spiel zu gewinnen", sagte Hecking.
Der frühere Coach von Hannover 96 wehrt sich angesichts von fünf Punkten Abstand zum Relegationsplatz allerdings dagegen, schon von einem Endspiel zu reden. "Das ist viel zu früh am 19. Spieltag. Das ist ein wichtiges Spiel für uns, aber kein Endspiel", sagte Hecking.
Das Stadion in Nürnberg fasst beim Spiel am Samstag nach dem Ausbau der Nordkurve erstmals 48.543 Plätze. Das bisherige Fassungsvermögen lag bei 46.780 Zuschauern.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

























