Bundesliga-Spitzenspiel: Oranje-Treffen in München
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 28.02.2010 - 16:05München/Düsseldorf (RP). Wenn in der Fußball-Bundesliga Bayern heute auf den Hamburger SV trifft, könnten bis zu fünf Niederländer auf dem Platz stehen. Auch der Trainerstab der Bayern ist mit Holländern gespickt.
Vier Holländer auf dem Platz, vier auf der Bank – im Optimalfall wird das Bundesliga-Spitzenspiel (Sonntag, 17.30 Uhr/Live-Ticker) zwischen Bayern München und dem Hamburger SV eine ziemlich niederländische Angelegenheit. Joris Mathijsen und Eljero Elia und beim HSV – Arjen Robben und Mark van Bommel bei den Münchnern, dazu noch Trainer Louis van Gaal und seine drei Assistenten.
Van Bommel: "Das wird lustig"
"Auf dem Feld und daneben sind viele Holländer. Das wird lustig", sagt van Bommel trocken. Die niederländische Fraktion auf dem Platz wird indes nicht nur morgen in der Allianz-Arena miteinander zu tun haben. Denn für die Oranje-Kicker geht es mit Ausnahme von Ruud van Nistelrooy, der nach der EM 2008 seinen Rücktritt erklärt hatte, zur Nationalmannschaft zum Spiel gegen die USA am Mittwoch.
Am Tag des 110-jährigen Bestehens des Rekordmeisters rüstet sich München derweil für einen erneuten Angriff auf die Spitzenposition in der Liga. Die Flügelzange Robben (acht Tore)/Franck Ribéry (zwei Treffer) ist fit und soll offensiv wirbeln. Noch vor einer Woche in Nürnberg sah das weniger rosig aus – der Franzose fehlte wegen einer Unterschenkelverhärtung, Robben wurde nach 45 Minuten leicht angeschlagen ausgewechselt.
Davon ist nun keine Rede mehr: "Beide haben diese Woche gut trainiert", sagte van Gaal. Nachdem der Trainer in Nürnberg eins der besten Saisonspiele seines Teams gesehen haben wollte, ist der Weg zu einer erneuten "Steigerung" also bereitet.
Hamburg will gewinnen
In Hamburg wird derweil die "schönste Niederlage" der Saison gefeiert – trotz des 2:3 beim niederländischen Spitzenklub PSV Eindhoven kamen die Hanseaten in der Europa League eine Runde weiter. "Aus den zwei Spielen werden wir sehr viel mitnehmen", sagt Trainer Bruno Labbadia. "Wir fahren nach München, um dort etwas zu holen." Doch die Aufgabe wird schwer. Weltklasse-Torjäger Ruud van Nistelrooy, der immer noch von einer Oberschenkelverhärtung geplagt wird, fällt nämlich aus.
Dabei hätte er, der fünfte Holländer, durchaus im Mittelpunkt der Partie stehen können: Bayern-Coach Louis van Gaal hatte zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung in der ihm angeborenen Weisheit erzählt, er hätte den Torjäger nicht geholt. Aufgrund der Konkurrenzsituation. "Wir hatten einen ähnlichen Fall mit Luca Toni", sagte van Gaal. "Ruud scheint dem Konkurrenzkampf nicht gewachsen." Wahrscheinlich erzielte van Nistelrooy genau deshalb 95 Tore für Manchester United und 50 für Real Madrid.
So wäre es eigentlich an Mladen Petric, für Gefahr im Bayern-Strafraum zu sorgen. Er freute sich schon darauf, die Münchner an ihrem Jubiläumstag in ihrer eigenen Arena, in der sie erst einmal gegen Hamburg gewinnen konnten, zu ärgern. Doch der Kroate kämpft mit einer Knöchelverletzung. Er zog sie sich in der Partie gegen Eindhoven zu – natürlich gegen Niederländer.

















