Rafinha über Magath: "Probleme mit den Fans sprechen für sich"
zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 11:36Düsseldorf (RPO). Er durfte den Verein ebenso verlassen wie Kevin Kuranyi und Marcelo Bordon. Der ehemalige Schalker Rafinha spielt jetzt in der Serie A an der Seite von Luca Toni. In einem Interview hat er sich zu Magath, dem Schalker Fehlstart und seinem neuen Verein geäußert.
Neun Millionen Euro hat Rafinha in die Schalker Vereinskassen gespült, nachdem ihn der italienische Erstligist FC Genua unter Vetrag genommen hat. Felix Magath hat damit neben Kevin Kuranyi (Dynamo Moskau) und Marcelo Bordon (Al Rayyan Sports Club) einen weiteren Großverdiener von seiner Gehaltsliste streichen können.
"Es hat einfach nicht gepasst"
In einem Interview mit spox.com erklärt er, warum Schalke noch ohne Punktgewinn auf Tabellenplatz 15 steht und er mit Magath als Trainer nicht gut ausgekommen ist. "Bordon - gegangen. Kuranyi - gegangen. Sanchez - gegangen. Auch ich bin nicht mehr auf Schalke. Wir sind alle sehr emotionale Spieler, für die ein gutes Verhältnis zum Trainer enorm wichtig ist", sagte der Brasilianer, der bereits einmal gegen seinen Ex-Trainer aus Schalker Tagen verbal nachtrat.
Das Magath jetzt auch noch Probleme mit den eigenen Anhängern hat, "die ebenfalls sehr emotional mit dem Thema Schalke umgehen", spräche für sich. Er selbst könne sich nichts vorwerfen, er habe immer vollen Einsatz gezeigt: "Ich werde nicht nachtreten, auch wenn ich den Umgang des Trainers mit mir und den anderen Spielern nicht in Ordnung fand. Es hat einfach nicht gepasst."
"Auf Kuranyi war Verlass"
Mit einem Schalker Fehlstart und zwei Niederlagen hat der Brailianer indes nicht gerechnet. Als Grund dafür sieht er auch die Einkaufspolitik: "Fakt ist, dass Marcelo Bordon der Mannschaft sehr viel Sicherheit gegeben hat. Das macht sich jetzt bemerkbar." Auch der Weggang von Schalkes Top-Stürmer habe seine Spuren hinterlassen: "Kevin Kuranyi war sehr wichtig für die Mannschaft, weil er immer Tore geschossen hat. Auf ihn war Verlass."
Angesprochen auf seinen neuen Verein, kann er sich einen Seitenhieb in Richtung Magath und Schalke ebenfalls nicht verkneifen: "Es kann ein Problem sein, wenn man die ganze Mannschaft umkrempelt und wichtige Spieler gehen lässt, aber das ist hier nicht der Fall. Hier wurde in eine bestehende Mannschaft investiert, nicht die alte Mannschaft zerstört."
Genua lief im ersten Saisonspiel mit fünf Neuzugängen auf, darunter auch der ehemalige Münchener Torjäger Luca Toni. Auf die Frage, wer der beste Trainer sei, unter dem er je trainiert hätte antwortete Rafinha deutlich: "Jeder Coach hat andere Qualitäten. Das kann man nicht vergleichen. Nur eins ist sicher: Felix Magath gehört nicht dazu."
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