Nach Kastrop und Scholl: Raab setzt "Kopfgeld" auf Moderatoren aus
zuletzt aktualisiert: 07.09.2010 - 13:51Düsseldorf (RPO). Erst wurde Sky-Moderatorin Jessica Kastrop vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Mainz 05 und dem VfB Stuttgart von einem Ball am Kopf getroffen, dann erschrack ARD-Experte Mehmet Scholl beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft in Belgien - die Moderatoren leben in den ersten Wochen der jungen Saison so gefährlich wie nie. Und jetzt hat Entertainer Stefan Raab die Fernsehleute auch noch zum Abschuss freigegeben.
In seiner Ausgabe von "TV Total" am Dienstag rief Raab alle Bundesliga- und Zweitligaprofis dazu auf, Jagd auf die Kastrops und Scholls der Fernsehwelt zu machen. "Wenn am Spielfeldrand Moderatoren stehen, bitte in die Richtung zielen", sagte Raab, der den Schützen gleichzeitig einen Preis verspricht: "Sollte jemandem ein Kopftreffer gelingen, führen wir den seit sieben Jahren verschollenen goldenen Raab der Woche wieder ein".
"Raab der Woche" und 250 Euro
Den Preis hatte Raab in den Anfängen seiner Sendung jede Woche für skurrile Auftritte im Fernsehen verliehen. Jetzt soll er für die Fußball-Profis wieder aufgewärmt werden. Neben dem Pokal lockt Raab die potenziellen Schützen mit einer Prämie. "Das ganze dotieren wir auch noch mit einer Geldsumme. Ich sage mal 250 Euro", so Raab, der bei seinem Aufruf selbst lachen muss. Eine solche Summe dürfte keinen Fußball-Profi locken, Jagd auf die Moderatoren zu machen.
Wie kommt Raab auf diese Idee? Am ersten Bundesliga-Spieltag war Moderatorin Kastrop in Mainz vom Stuttgarter Khalid Boulahrouz beim Aufwärmen am Kopf getroffen worden. Eine Woche später entschuldigte sich der Niederländer bei der Moderatorin mit einem Blumenstrauß und schenkte ihr einen Schutzhelm. Das Video von Boulahrouz' Volltreffer wurde im Internet zum Hit und ging auch nicht an Raab vorbei, der den Fauxpas fast täglich als kleinen Einspieler zeigt.
Scholl zuckt zusammen
Beim Länderspiel am vergangenen Freitag sorgte Scholl für den nächsten Lacher. Der Ex-Profi glaubte, einen Ball in seine Richtung fliegen gesehen zu haben und zuckte an der Seite von Moderator Reinhold Beckmann zusammen. Hinter dem Duo machte sich die deutsche Nationalmannschaft gerade warm.
Scholl befürchtete, dass Bastian Schweinsteiger eine "Attacke" auf ihn geplant hatte. "Ich trau' dem Schweini nicht, der zielt immer in unsere Richtung", sagte Scholl, der ein feines Gespür bewies, denn Schweinsteiger führte tatsächlich etwas im Schilde: "Wir hatten in Bayern-Zeiten ein gutes Verhältnis. Ich wollte mal schauen, ob ich Scholli wie früher noch hoch anspielen kann", bestätigte der Mittelfeldspieler der "Bild" seinen geplanten Scherz.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.

























