1. Bundesliga 17/18
| 13.54 Uhr

FC Bayern gegen RB Leipzig
Nach 13 Minuten war alles vorbei

Bayern - Leipzig: Bilder des Spiels
Bayern - Leipzig: Bilder des Spiels FOTO: rtr, RC
München. Für RB Leipzig war in München nach 13 Minuten alles vorbei. Ralph Hasenhüttl und sein Team waren froh, dass es nicht noch schlimmer kam.

Ralph Hasenhüttl hatte am Tag nach dem weiteren Rückschlag bei Bayern München seinen Humor schon wieder gefunden. Ob er aus dem 0:2 (0:2) auch etwas Positives mitnehmen könne, wurde der Trainer von RB Leipzig am Sonntag gefragt. "Dass ich in Zukunft weiß, wie ich mich auf Bayern-Spiele vorbereite: im Zehn gegen Elf", antwortete Hasenhüttl und fügte mit einem Schmunzeln an: "Unser nächstes Ziel muss sein, unsere Spiele gegen Bayern mit elf Mann zu beenden."

Bereits zum dritten Mal im vierten Duell spielten die Roten Bullen gegen den Rekordmeister in Unterzahl - eine zu hohe Hypothek. "Wie willst du hier gewinnen, wenn du in der ersten Hälfte Rot bekommst? Das darf auf diesem Niveau nicht passieren, das müssen wir abstellen", motzte deshalb Marcel Sabitzer.

Hasenhüttl: "In der Halbzeit hätten wir eigentlich nach Hause fahren können"

Statt dem großen FC Bayern im Spitzenspiel erstmals die Show zu stehlen, "war unser Matchplan nach 13 Minuten zu Ende. In der Halbzeit hätten wir eigentlich nach Hause fahren können", räumte Hasenhüttl enttäuscht ein. Es war nur noch darum gegangen, ergänzte Sabitzer, "sich nicht abschießen zu lassen". Das sei halbwegs gelungen, "schön fühlt es sich trotzdem nicht an".

Drei Tage nach dem Pokalkrimi (4:5 i.E.) hatten sich die Leipziger in der Allianz Arena so viel vorgenommen. Doch die frühe Hinausstellung von Kapitän Willi Orban nach einer Notbremse gegen Arjen Robben durchkreuzte alle Pläne. Vor einem Jahr beim 0:3 hatte Emil Forsberg früh Rot gesehen, im Pokalspiel flog Naby Keita mit Gelb-Rot vom Platz.

10. Spieltag: Reaktionen FOTO: rtr

So war Hasenhüttl letztlich "froh, dass die Bayern in der zweiten Halbzeit zwei Gänge zurückgeschaltet und wir kein weiteres Tor mehr kassiert haben". Zumal am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) in der Champions League beim FC Porto schon der nächste Härtetest ansteht.

Hasenhüttl will Konzentration auf Porto

Wichtig war dem RB-Coach deshalb auch, dass sein Team nicht allzu viel Kraft gelassen hatte. Man habe "relativ schnell in den Verwaltungsmodus geschaltet und versucht die Jungs zu schonen, die wir am Mittwoch in Porto brauchen." Hasenhüttl sprach seinem unterlegenen Team sogar ein "großes Kompliment aus. Wir waren gut in unserer Ordnung und haben alles versucht, ohne dabei zu viel Energie aufzuwenden."

Dass der Platzverweis gegen Orban berechtigt war, stand auch für Hasenhüttl außer Frage. "Das war regelkonform, er war letzter Mann und räumt ihn weg", sagte er. Man müsse dies aber nun "schnell abhaken. Wir müssen uns auf Mittwoch konzentrieren und wieder Vollgas geben", forderte Sabitzer.

Auch für die Liga sieht der Nationalspieler bei vier Punkten Rückstand auf die Münchner keinen Grund für den Tabellendritten, schon aufzugeben: "Man kann nicht nach zehn Spieltagen davon sprechen, dass alles vorbei ist. Dass Bayern Erster ist, erwartet doch ganz Deutschland. Wir lassen uns davon nicht beeinflussen."

(sid)
 
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