1. Bundesliga 17/18
| 18.05 Uhr

Leipzig - Freiburg 4:1
Leipzig überrennt Freiburg in Halbzeit zwei

Leipzig - Freiburg: die Bilder des Spiels
Leipzig - Freiburg: die Bilder des Spiels FOTO: afp
Leipzig. Torjäger Timo Werner hat Vizemeister RB Leipzig zurück zum Vollgasfußball der vergangenen Saison geführt. Der agile und immer anspielbare Nationalstürmer war mit einem Doppelpack (48. und 71.) maßgeblich am 4:1 (0:1)-Sieg gegen den SC Freiburg und den ersten drei Punkten auf dem Konto beteiligt.

Als Timo Werner kurz vor Schluss vom Feld ging, feierten die Fans von RB Leipzig ihren Torjäger lautstark als "Fußballgott". Mit seinem siebten Bundesliga-Doppelpack hatte der Nationalspieler den Vizemeister zum 4:1 gegen den SC Freiburg geführt – und nach dem Fehlstart zurück zum Vollgasfußball der Vorsaison.

"Wir wissen, was wir an ihm haben. Er kann aus nichts Tore machen", lobte Mittelfeldspieler Diego Demme den Matchwinner. Kurz nach der Pause hatte Werner zunächst den Ausgleich erzielt (48.), dann mit dem dritten Treffer für die Entscheidung gesorgt (71.).

Eine Woche nach dem 0:2 bei Schalke 04, wo er nach seiner Schwalbe im Vorjahr wie in vielen anderen Stadien der Republik mit Schmähgesängen empfangen worden war, genoss Werner die Zuneigung der Leipziger Fans. Sagen wollte er nach seinem dritten Doppelpack im dritten Bundesligaspiel gegen Freiburg aber nichts.

"Ein Sieg der Moral"

Nicht zuletzt dank Werner machte sich für den Vizemeister in der zweiten Hälfte der hohe Aufwand bezahlt. "Wenn man so am Rad dreht wie wir, wird man irgendwann belohnt", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl bei Sky: "Es war ein Sieg der Moral, weil wir nie aufgehört haben."

Wie schon in Gelsenkirchen hatte der Champions-League-Starter in der ersten Halbzeit zu wenig aus seiner Überlegenheit gemacht und sich beim Rückstand durch Florian Niederlechner (23.) konteranfällig präsentiert.

Dann aber drehte RB auf: Der Lohn waren die Treffer von Werner und Kapitän Willi Orban (55.). Knapp zwei Minuten nach seiner Einwechslung erhöhte Neuzugang Bruma auf 4:1 (80.). Der Freiburger Nicolas Höfler sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (81.).

Bei den Leipzigern musste Stürmer Yussuf Poulsen wegen muskulärer Probleme passen, für ihn feierte 15-Millionen-Mann Jean-Kevin Augustin sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Und der französische U21-Nationalspieler war zunächst der überragende Mann auf dem Platz, war fast an jedem Angriff beteiligt.

Die Taktik von SC-Trainer Christian Streich, Emil Forsberg und Naby Keita zuzustellen, um Zuspiele auf die schnellen Stürmer zu verhindern, ging zunächst nicht auf. Wie aus dem Nichts gingen die Gäste aber in Führung: Beim Tor von Niederlechner ließ sich die RB-Verteidigung von einem einfachen Doppelpass und einer Körpertäuschung düpieren.

Der Rückstand brachte die Sachsen zunächst aus dem Konzept. Das Anrennen wurde zunehmend unstrukturierter. Außerdem zeigte sich Leipzig anfällig für Konter: Marco Terazzino hatte das 2:0 auf dem Fuß (36.), RB-Torwart Peter Gulacsi parierte jedoch und stauchte danach seine Mitspieler zusammen.

Auch Hasenhüttl fand passende Worte in der Pause, denn Leipzig zeigte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder zielstrebigen Vollgasfußball. Nach Werners Ausgleich per Kopf gab es für die Hausherren fast im Minutentakt Chancen auf den Führungstreffer, eine davon nutzte Orban, später war wieder Werner zur Stelle. Freiburg wirkte zunehmend überfordert.

"Die erste Halbzeit war gut, dann kriegen wir schnell die Tore und haben keine Chance mehr", gab Streich zu: "Mit der Qualität von Leipzig kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das ist nicht unser Maßstab."

(seeg/sid)
 
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