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Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern München, fordert eine Art GEZ-Gebühr für die Fußball-Bundesliga. "Meine große Hoffnung ist, dass die Leute irgendwann bereit sind, zwei Euro im Monat für Fußball zu bezahlen", wurde er kürzlich in einem Interview zitiert. Damit soll den öffentlich rechtlichen Sendern knapp 900 Millionen Euro im Jahr zukommen, die sie für den Kauf der Bundesliga-Rechte verwenden können. Hoeneß will damit die Konkurrenz der deutschen Klubs auf internationaler Ebene gewährleisten. Nun hat es die ersten Reaktionen gegeben. Was sagt Fußball-Deutschland zu diesem Vorschlag?
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Christian Seifert (Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Fußball Liga): "Fakt ist: Andere Ligen erhalten mehr Gelder von ihren nationalen Medien, liefern aber kein besseres Produkt ab. Das ist die Konsequenz aus dem speziellen deutschen Markt mit einem starken öffentlich-rechtlichen System, vergleichsweise geringer Pay-TV-Verbreitung und Internet-TV in den Anfängen."
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Peters Peters (Vizepräsident des Liga-Verbandes und Geschäftsführer Schalke 04): "Wir haben gerade Verträge über vier Jahre abgeschlossen, die in optimaler Weise ein Miteinander von Pay-TV und Free-TV unter den Bedingungen des Kartellamtes gewährleisten. Was danach kommt, kann man jetzt seriös nicht einschätzen. Ich bin aber auf jeden Fall im schwierigen Fernsehmarkt Deutschland für ein stabiles Nebeneinander von Free- und Pay-TV."
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Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung Borussia Dortmund): "Es ist gut, dass Uli Hoeneß die Problematik anspricht und den Finger in die Wunde legt, denn wir haben in Deutschland eindeutig ein Fernsehgeld-Problem."
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Dieter Hoeneß (Manager Hertha BSC Berlin): "Ich bin der Meinung, dass man dieses Thema diskutieren kann. Da hilft aber keine Polemik, es ist wichtig, dass man sachlich bleibt. Verständlicherweise gibt es Vorbehalte, aber auch genug Gründe, die dafür sprechen. Aber möglicherweise ist es der falsche Zeitpunkt, weil der Fernsehvertrag gerade abgeschlossen wurde und angesichts der Finanzkrise eine sachliche Diskussion zu dem Thema schwierig ist."
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Wolfgang Holzhäuser (Sprecher der Geschäftsführung Bayer Leverkusen): "Ich habe mit Uli Hoeneß nicht über seinen Vorschlag gesprochen und kommentiere keine Zeitungsberichte. Grundsätzlich aber stößt das Pay-TV in Deutschland an seine Grenzen, doch nicht durch uns, sondern durch das Kartellamt, das sich in diesem Bereich anders als zum Beispiel beim Thema Nationalmannschaft in Inhalte und Sendezeiten eingemischt hat. Man muss abwarten, ob sich die Einnahmen aus dem Pay-TV-Bereich noch steigern lassen. Deswegen ist es aber auch richtig, über zu ergreifende Maßnahmen nachzudenken, dass der deutsche Fußball international wettbewerbsfähig bleibt. Ob dabei jeder Vorschlag geeignet ist, muss aber geprüft werden. Grundsätzlich richtig ist es, eine Diskussion zu dem Thema anzustoßen."
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Jan Schindelmeiser (Manager 1899 Hoffenheim): "In Anbetracht der wirtschaftlichen Situation in diesem Land wäre das eine nicht zumutbare Belastung der Bürger. Ich habe ohnehin das Gefühl, dass Uli Hoeneß das nicht ganz bierernst gemeint hat."
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Dieter Gruschwitz (ZDF-Sportchef): "Ich denke, so etwas muss man nicht kommentieren."
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Torsten Fricke (Leitung Kommunikation und Unternehmenssprecher Premiere): "Wir geben dazu keinen Kommentar ab."