Lange Pause für den Niederländer?: Robbens Knie ist Bayerns Achillesferse
VON DENIS CANALP - zuletzt aktualisiert: 01.10.2009 - 11:30München (RPO). Bayern München kommt das 0:0 gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin in der Champions League womöglich teuer zu stehen. Flügelflitzer Arjen Robben, für 24 Millionen Euro von Real Madrid verpflichtet, droht lange auszufallen.
Der niederländische Nationalspieler war in der letzten Minute der ersten Halbzeit ausgewechselt worden, nachdem er sich zuvor das Knie verdreht hatte. Es besteht laut dem Fachmagazin "kicker" der Verdacht auf einen Meniskus-Schaden. Damit würde Robben den Bayern mindestens rund acht Wochen fehlen. Eine genaue Diagnose wird im Laufe des Donnerstags nach einer Kernspin-Tomografie erwartet.
"Schwere Verletzung"
"Ich denke, dass es eine schwere Verletzung ist. Wenn ein Spieler zu mir sagt, dass es schwer ist, denke ich immer, dass es schwer ist", sagte Trainer Louis van Gaal nach der Partie in der Münchener Allianz-Arena.
Ein langfristiger Ausfall des als verletzungsanfällig geltenden Rechtsaußen wäre bitter für die Bayern, da sich der 25-Jährige derzeit in Top-Form befindet und dies auch bis zu seiner Auswechslung gegen "Juve" mit zahlreichen Tempo-Dribblings und klugen Pässen eindrucksvoll unter Beweis stellte. Zudem wäre Bayerns neue Flügelzange mit Franck Ribery gesprengt, das Spiel der Münchener wäre wieder wie im Vorjahr leicht auszurechnen.
Trainer van Gaal steht vor einem Problem. Das neue 4-3-3-System des Rekordmeisters scheint langsam zu greifen - die Bayern spielten Turin in der ersten Halbzeit regelrecht schwindelig - doch nun scheint es so, als wäre der Coach gezwungen, seine Taktik erneut umzustellen. Beharrt der Niederländer jedoch auf diese Ausrichtung, wäre der flexible Ivica Olic ein Kandidat für die Robben-Position auf der rechten Außenbahn, auch wenn der Kroate eigentlich auf dem linken Flügel beheimatet ist.
Zurück zum 4-4-2?
Sollte van Gaal jedoch umdenken, steht er wie zu Beginn der Saison vor dem Problem, dass sich kein Spielmacher im Kader befindet. Bei einer Umstellung auf 4-4-2 benötigt der Trainer aben eben diesen Spielertypus. In den ersten Wochen probierte er in Thomas Müller, Franck Ribery, Jose Ernesto Sosa, Alexander Baumjohann und Miroslav Klose gleich fünf Spieler auf der sensiblen Position hinter den zwei Spitzen aus, doch keiner überzeugte. An Robbens Knie hängt viel beim FC Bayern.
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