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Hansa Rostock - Eintracht Frankfurt 3:0: Rostock verbannt Frankfurt in den Keller

zuletzt aktualisiert: 16.08.2003 - 17:38

Rostock (rpo). Mit einem Dreierpack hat Martin Max Aufsteiger Eintracht Frankfurt vorerst in den Keller der Fußball-Bundesliga verbannt. Der Ex-Münchner erzielte beim 3:0 (1:0) für Hansa Rostock seine Saisontore Nummer zwei bis vier.

Während Hansa vor 18.000 Zuschauern im Ostseestadion den ersten Saisonsieg feierte, ging Frankfurt auch im dritten Saisonspiel als Verlierer vom Platz. Allerdings machte es die Frankfurter Abwehr den Hanseaten in vielen Szenen leicht. Das Fehlen von Eintracht-Abwehrchef Jens Keller, der wegen einer Knieverletzung noch knapp zwei Monate ausfällt, machte sich drastisch bemerkbar. Vor allem beim 1:0 (18.) sah die Hintermannschaft schlecht aus. Max grätschte im Fünf-Meter-Raum völlig freistehend in eine scharfe Hineingabe von Gernot Plassnegger, der zuvor zwei Frankfurter abgeschüttelt hatte.

Beim zweiten Treffer (54.) sah die Innenverteidigung der Eintracht schwach aus, als Max einen Steilpass seines Sturmkollegen Rade Prica eiskalt im Netz versenkte. Ebenso cool verwandelte Max einen Foulelfmeter zum 3:0 (66.). Die Defensivschwäche der Eintracht wurde vor allem auf der linken Seite deutlich, auf der Mehmet Dragusha und Andree Wiedener überfordert waren. Plassnegger und Ranzundara Tjikuzu kurbelten dort immer wieder Hansas Offensive an.

Frankfurts Angriffsbemühungen waren nicht präzise

Frankfurts Angriffsbemühungen waren nicht präzise genug oder zu unentschlossen. So vertändelte Nico Frommer 12 Meter vor dem Tor den Ball in aussichtsreicher Position (22.). Pech hatte Frommer wenig später mit einem Schuss aus 16 Metern, den Torwart Mathias Schober entschärfte.

Hansa erarbeitete sich über 90 Minuten zahlreiche gute Gelegenheiten. Besonders bei Ecken brannte es im Frankfurter Strafraum lichterloh. Schon vor der Pause hätten Plassnegger (4.) und Rade Prica zweimal per Kopf (20., 24.) den Vorsprung erhöhen können.

Bei Hansa war Max mit seinem Dreierpack der überragende Mann. Doch auch Plassnegger und Godfried Aduobe verdienten sich gute Noten. Bei der Eintracht verhinderte Torhüter Oka Nikolov eine höhere Niederlage. Zu allem Überfluss scheiterte Ervin Skela (74.) mit einem Foulelfmeter an Schober.


STATISTIKEN ZUM SPIEL:

Hansa Rostock - Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)

Hansa Rostock: Schober - Tjikuzu, Kientz, Hill, Melkam - Plassnegger (77. Rydlewicz), Lantz, Aduobe, Schultz - Max (85. Arvidsson), Prica (71. Vorbeck)

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Bindewald, Cipi, Tsoumou-Madza, Wiedener - Lexa (82. Beierle), Schur, Skela, Dragusha (57. Kreuz) - Cha, Frommer (57. Jones)

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) - Zuschauer: 19 600

Tore: 1:0 Max (19.), 2:0 Max (54.), 3:0 Max (66./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Skela, Cipi, Bindewald

Besondere Vorkommnisse: Schober hält Foulelfmeter von Skela (73.)

Beste Spieler: Max, Plassnegger, Lantz / Nikolov


STIMMEN ZUM SPIEL:

Trainer Armin Veh (Hansa Rostock): "Das war eine Klasse-Leistung, an der ich nichts auszusetzen habe. Wir haben hinten gut gestanden und nach vorne gut gespielt. Richtig attraktiver Fußball. Martin Max hat bewiesen, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist."

Trainer Willi Reimann (Eintracht Frankfurt): "Das war eine ganz enttäuschende Vorstellung. Wir haben verdient verloren. Durch unsere Nervosität haben wir uns viele Ballverluste geleistet und sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Im Mittelfeld hatten wir keine Ideen und keine Durchschlagskraft. In der Bundesliga ist das Tempo eben höher, die Spieler haben weniger Zeit und reagieren überhastet. Jens Keller fehlt uns. Er hat Einfluss auf die Spieler und einen wie ihn sehe ich bei uns zur Zeit nicht."

Der Rostocker Thomas Schultz und Frankfurts Stefan Lexa im Zweikampf.  Foto: RPO
Der Rostocker Thomas Schultz und Frankfurts Stefan Lexa im Zweikampf. Foto: RPO

 
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