Lautern - Eintracht: "Rote Teufel" müssen gewinnen - egal wie
zuletzt aktualisiert: 13.12.2005 - 15:00Kaiserslautern (rpo). Der 1. FC Kaiserslautern steht im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt am Mittwoch (18 Uhr/LIVE!-Ticker) gehörig unter Druck. Seit zwölf Spielen warten die Pfälzer auf einen Sieg in der Bundesliga. Das Resultat: der letzte Tabellenplatz und vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Die Vorzeichen sind also klar rund um den Betzenberg.
Kapitän Marco Engelhardt hat die prekäre Lage erkannt und bringt die Anforderungen an sich sowie seine Teamkollegen auf den Punkt. "Wir müssen gegen Frankfurt gewinnen, egal wie. Wir sind zum Siegen verdammt. Das Spiel ist der pure Existenzkampf", erklärte der Nationalspieler vor der Partie, die ursprünglich am 3. Dezember ausgetragen werden sollte. Die Begegnung des 15. Spieltags wurde damals wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. In einem Stahlträger der Dachkonstruktion des Fritz-Walter-Stadions waren Risse entdeckt worden.
Nicht nur Engelhardt, auch Spielmacher Ervin Skela, der bei der 1:2-Niederlage am Sonntag bei Rekordmeister Bayern München den möglichen Punktgewinn durch einen verschossenen Strafstoß vergab, hat seinen Frust über die ausgelassene Chance über Bord geworfen und zeigt sich kämpferisch. "Wir haben jetzt zwei brutal schwere Spiele zu Hause. Da müssen Siege her. Alles andere zählt nicht", meinte der Albaner. Drei Tage nach der Partie gegen die Eintracht kommt der momentan ebenfalls schwer angeschlagene VfL Wolfsburg zum Gastspiel in die Pfalz.
Natürlich wissen nicht nur die Profis, um was es geht. Auch Trainer Wolfgang Wolf hat den Existenzkampf ausgerufen. "Wir haben uns noch lange nicht aufgegeben. Wir gehen voller Zuversicht in das Nachholspiel. Wir werden alles tun, um da unten raus zu kommen", sagte der Coach, der seit seinem Dienstantritt am 21. November zwei Pleiten hinnehmen musste. Doch während sein Team beim 1:5 bei Hannover 96 jegliche Erstligareife vermissen ließ, macht Wolf die knappe Niederlage in München Mut.
"Die Art und Weise, wie wir bei den Bayern aufgetreten sind, macht mich zuversichtlich. Am besten wäre es, wenn wir jetzt alle ausstehenden drei Heimspiele gewinnen würden. Auch wenn ich weiß, dass das sehr schwer wird", erklärte der Trainer, der neben den beiden Punktspielen auch das Pokalderby am Dienstag gegen den FSV Mainz 05 im Visier hat.
Während der FCK verzweifelt um den Klassenerhalt kämpft, ist die Situation bei der Eintracht wesentlich angenehmer. Durch den 2: 0-Erfolg über Borussia Dortmund am Samstag hat der Aufsteiger den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld geschafft und kann beruhigt in die Pfalz fahren. Dennoch brennen die Profis auf einen weiteren Sieg.
"Wir müssen in Lautern gewinnen, damit wir einen schönen Winter haben", meinte der zuletzt stark spielende Kapitän Jermaine Jones. Einen Erfolg will auch der griechische Stürmer Ioannis Amanatidis bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte feiern. "Wir brauchen die drei Punkte und wollen sie auch holen."
Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:
Kaiserslautern: Macho - Hertzsch, Pletsch, Schönheim, Blank - Engelhardt, Lembi - Altintop, Skela, Bellinghausen - Sanogo
Frankfurt: Nikolov - Cha, Rehmer, Vasoski, Spycher - Chris, Jones, Köhler - Meier - Copado, Amanatidis
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
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