Ex-Fußball-Manager kritisiert Einkaufspolitik: Rudi Assauer nagelt gegen Schalke
zuletzt aktualisiert: 01.12.2008 - 20:05Düsseldorf (RPO). Der ehemalige Fußball-Manager Rudi Assauer hat mal wieder den Knüppel herausgeholt und seinen früheren Lieblingsverein Schalke 04 heftig kritisiert. Dabei fand Assauer gerade in Richtung seines Nachfolgers Andreas Müller deutliche Worte.
"Die Leute, die jetzt am Ruder sind, müssen sich eingestehen: Verdammte Hacke, wir haben Fehler in der Einkaufspolitik gemacht. Das, was wir geholt haben, funktioniert nicht. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie einen Arsch in der Hose haben und Fehler zugeben. Dazu fehlt ihnen der Mumm", sagte der 64-Jährige, der nach 13-jähriger Tätigkeit am 17. Mai 2006 als Manager der Königsblauen zurückgetreten ist, dem "Express".
Die Kritik richtete sich damit in erster Linie an seinen ohnehin im Kreuzfeuer stehenden Nachfolger Andreas Müller. Und Rudi Assauer haute einen Tag nach dem 0:2 Schalkes beim VfB Stuttgart richtig drauf. "Engelaar ist für mich ein Spieler, der höchstens unteres Bundesliga-Niveau hat. Der könnte in Hannover spielen, nicht auf Schalke", sagte der ehemalige Manager, in dessen Ägide der Uefa-Cup-Sieg 1997 und zwei DFB-Pokal-Erfolge fielen.
Engelaar war zu Saisonbeginn für geschätzte 5,5 Millionen Euro vom niederländischen Ehrendivisionär Twente Enschede nach Schalke gewechselt. Von Twente kam auch Trainer Fred Rutten.
"Die Bälle werden nur nach vorne gekloppt. Mit Fußball spielen hat das nix zu tun. Das sind Zustände wie bei einem Würfelabend oder einer Lotterie. Schalke hängt in einem Loch, das immer größer wird. Es tut körperlich weh, Schalke zu sehen. Ich leide. Ich habe Angst, dass es nicht besser wird. Denn die Qualität ist nicht da", sagte Rudi Assauer zum Spiel des Teams, das nur Neunter der Bundesliga ist.
Ein Comeback auf Schalke könnte er sich nur vorstellen, wenn absolute Not am Mann ist. Assauer: "Ich habe mit Schalke abgeschlossen. Es sei denn, es geschieht etwas Außergewöhnliches. Dann würde ich noch einmal für ein halbes Jahr einspringen."
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