Rekordmeister wieder Tabellenführer: Rummenigge spuckt wieder große Töne
zuletzt aktualisiert: 01.03.2010 - 11:34München (RPO). 652 Tage hat es gedauert, bis Bayern München nach einem kompletten Spieltag endlich wieder alleine an der Tabellenspitze steht. Franck Ribery schenkte dem Rekordmeister mit einem Geistesblitz die Spitzenposition zum Geburtstag. Nach dem 1:0-Erfolg gegen den Hamburger SV zelebrierten die Münchner mit einem Feuerwerk, elf Böllerschüssen für jedes Jahrzehnt und einer großen Leuchtschrift "FC Bayern - Mia san mia" ihr 110. Jubiläum.
"Wir haben uns jetzt endlich den Platz an der Sonne gesichert und werden uns nicht mehr in den Schatten drängen lassen", sagte ein rundum zufriedener Rummenigge nach einem "perfekten Wochenende" und fügte mit dem traditionellen Münchner Selbstverständnis an: "Wir werden jetzt gejagt werden. Aber ich bin lieber der Gejagte als der Jäger, und ich glaube, jetzt wird es schwer, uns da oben wegzuholen."
Der Sprung auf Platz eins nach 57 Spieltagen - zuletzt standen die Bayern am 17. Mai 2008 vorne - hat beim Titelfavoriten auch die letzten Zweifel beseitigt, im Sommer die 22. Meisterschaft nach München zu holen. "Die Chancen sind groß. Ich würde mein Geld nicht auf Bayern München in der Champions League setzen. Aber wenn ich jetzt wetten muss, würde ich auf Bayern als Meister setzen", meinte Trainer Louis van Gaal.
Zwei Zähler und zwei Tore beträgt der Vorsprung auf Bayer Leverkusen, das gegen Köln gepatzt hatte (0:0), nach dem Tor des Tages von Franck Ribery (78.) - aber die Bayern wollen gar nicht zu sehr auf ihre Verfolger achten. "Wir müssen auf uns schauen und unsere Spiele weiter gewinnen, dann werden wir Meister. Jetzt sind wir ganz oben, das wollen wir nicht mehr hergeben", meinte Philipp Lahm.
"Wir haben die letzten Wochen Druck gemacht, das werden wir weiterhin tun. Wir wollen unser Spiel spielen und unsere Qualitäten zeigen, dann sind wir die Besten", betonte Mario Gomez. Allerdings warnte Rummenigge davor, "den Fehler zu machen, unkonzentriert zu werden, nur weil wir oben stehen". Bastian Schweinsteiger merkte an, "dass es jetzt nicht leichter wird".

















