Pressestimmen zur Bundesliga: Schalke verhagelt Köln den Karneval
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 15.02.2010 - 14:53Gelsenkirchen (RP). In Köln wird kräftig Karneval gefeiert, aber ohne den FC. "Wir hätten uns auch nicht ins bunte Treiben gestürzt, wenn wir heute auf Schalke gewonnen hätten", sagte Kölns Manager Michael Meier. "Die tollen Tage hat uns schon die Pokalniederlage in Augsburg verhagelt."
In Gelsenkirchen wird weniger Karneval, dafür aber der Schalker 2:0-Sieg gegen die Domstädter gefeiert. Die Fans träumen von der Champions League, derweil gibt Trainer Felix Magath den nüchternen Analysten. Die drei Punkte Rückstand auf das Führungs-Duo interessieren ihn weniger als die sechs Zähler Vorsprung auf den HSV. "Natürlich war der Sieg heute sehr wichtig, denn ich gehe nicht davon aus, dass wir demnächst in Hamburg, in Leverkusen und gegen München gewinnen", stellte er fest
Darauf deutet nach dem äußerst schwachen Spiel gegen Köln auch wirklich nichts hin. Spielerisch war die Leistung mehr als dürftig, aber die Chancenverwertung hervorragend. Viermal kamen die Gastgeber gefährlich vor das generische Tor, zweimal zappelte der Ball im Netz. Und es kam nicht von ungefähr, dass Joel Matip die Führung Sekunden vor der Pause erzielte. Nach einem Freistoß von Schmitz köpfte der 18-Jährige ein.
"Das war eine tolle Vorlage von Lukas", sagte Matip, der das Schalker Trikot seit fast zehn Jahren trägt und gestern den portugiesischen Nationalspieler Maniche ausschaltete. Meister Magath lobte Matip: "Er geht konsequent zum Ball. Das war kein Glück, sondern ein erzwungenes Tor."
Ähnliches kann über Kevin Kuranyi gesagt werden, der unermüdlich gerackert und sich selbst belohnt hat. Er knöpfte Kölns Kapitän Mohamad den Ball ab, setzte sich wunderbar durch – Farfan brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Da geriet selbst der nüchterne Magath ins Schwärmen: "Das hat Kevin wunderbar gemacht, das war Weltklasse." Klingt fast so, als habe er schon eine Einigung über die Vertragsverlängerung mit dem Torjäger erzielt.
Dass die spielerische Leistung schwach war, ist Magath nicht entgangen, aber das lässt ihn kalt: "Geduld ist wichtig, vor allem in Heimspielen gegen defensiv eingestellte Gegner. Irgendwann kommt die Chance – da muss man hundertprozentig da sein. Dass wir Schwierigkeiten haben, den Gegner auszuspielen, wird sich bis zum Saisonende nicht mehr ändern." Die Kölner, die achtmal in Folge auswärts nicht verloren hatten, waren chancenlos. Lukas Podolski fiel nur durch seine roten Schuhe auf.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.

























