Bundesliga-Kommentar: Schlechtes Vorbild
VON KOMMENTAR VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 - 07:35Düsseldorf (RP). Einige Dortmunder Fußballprofis orientieren sich offensichtlich an der Autobiografie von Weltmeister Paul Breitner. "Ich will kein Vorbild sein", heißt die. Doch ob sie wollen oder nicht, sie sind Vorbilder, gerade für Kinder. Leider!
Niemand kann den volljährigen Fußballern verbieten, ihre Freizeit vor riesigen Bildschirmen, mit Konsolen und nicht jugendfreien Spielen zu verbringen. Doch indem sie mit ihrem fürchterlichen Hobby in die Öffentlichkeit treten und sich beim Ballern fotografieren lassen, übertreten sie zumindest die Grenze des guten Geschmacks.
Dass gerade Neven Subotic indirekt Werbung für Ballerspiele macht, für die (trotz Altersbeschränkung) viele Jugendliche anfällig sind, verstört besonders. Denn der serbische Nationalspieler stellt gern sein Engagement für kranke und sozial schwache Kinder zur Schau.
Und in einem Interview sagte Subotic mal, dass ihn die Erfahrungen mit seiner Familie in Bosnien sehr geprägt habe. Er sah dort, "wie es in einem Kriegsgebiet zugeht". Seltsam, dass ausgerechnet jemand mit so einer Lebensgeschichte gern Krieg spielt.
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