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Lukas Podolski panorama Jubel Köln ap 2010
  Foto: AP, AP
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Testspiel gegen Malta: Sorgenkind Podolski bereitet Probleme

zuletzt aktualisiert: 12.05.2010 - 16:56

Köln/Düsseldorf (RPO). Bundestrainer Joachim Löw schrieb fleißig Autogramme und freute sich auf das Spiel gegen den Fußball-Zwerg Malta, doch sein "Sorgenkind" Lukas Podolski störte die direkte Vorbereitung auf die WM empfindlich.

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Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch Ermittlungen gegen "Prinz Poldi" wegen des Anfangsverdachts der Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Stürmer des 1. FC Köln soll in der vergangenen Woche ein Rentner-Ehepaar bedroht haben.

Podolski soll das Paar beim Überqueren der Straße beinahe angefahren und danach beschimpft haben. Er wird in Kürze bei der Staatsanwaltschaft Stellung beziehen müssen.

Dies ist nur ein weiterer Schauplatz, denn immer noch ist die Formschwäche Podolskis ein großes Thema. Nach den "Faulheits-Vorwürfen" des früheren Nationaltorhüters Uli Stein ergriff Bundestrainer Joachim Löw aber Partei für seinen Angreifer. "Lukas Podolski hat sicher nicht seine beste Saison gespielt, aber der Vorwurf, dass er faul sei, ist absolut falsch. Er ist bei jedem Training hochmotiviert und leistungsbereit", sagte Löw.

Info

Die voraussichtliche deutsche Mannschaftsaufstellung:

Neuer - Boateng, Friedrich, Tasci, Westermann (Aogo) - Träsch, Khedira - Kroos, Trochowski - Kießling, Podolski.

Stein hatte Podolski als "faulsten Spieler" der Bundesliga bezeichnet und als Quelle die ehemaligen Trainer des 24-Jährigen genannt. "Ich habe jetzt die Trainer gesprochen, unter denen er gearbeitet hat. Jeder Trainer hat mir bestätigt, dass er der faulste Spieler sei, den sie je hatten. Deswegen ist er in so einer Verfassung", sagte Stein.

Löw musste sich beim Treffen der Nationalspieler für das Benefiz-Länderspiel gegen Malta am Donnerstag in Aachen (18.00 Uhr/live in der ARD) aber nicht nur mit den neuen Entwicklungen im "Fall Podolski" beschäftigen. Auch die Kampfansagen von Manuel Neuer und Mats Hummels sorgten in Düsseldorf für Wirbel. Während sich Neuer als "kompletten Torwart" und Favoriten im Rennen um den Platz im deutschen WM-Tor bezeichnete, steckte Hummels trotz der Aussicht auf sein erstes Länderspiel noch immer die Nichtnominierung für das Turnier in Südafrika in den Knochen.

"Ich will beim Spiel gegen Malta eine gute Leistung zeigen und Bundestrainer Löw beweisen, dass es vielleicht ein kleiner Fehler war, mich nicht mit zur WM zu nehmen. Ich habe mir nach der guten Saison schon ein wenig Hoffnungen gemacht. Ich wäre sehr gerne in dem 27-Mann-Kader gewesen", sagte der Innenverteidiger von Borussia Dortmund, den einige Experten derzeit für den besten und zudem torgefährlichsten deutschen Innenverteidiger halten.

Hummels wird gegen Malta ebenso eine Chance erhalten wie sein Dortmunder Teamkollege Kevin Großkreutz. Zudem nominierte der Bundestrainer für das Spiel zugunsten der Egidius-Braun-Stiftung den Lauterer Torwart Tobias Sippel sowie Stefan Reinartz von Bayer Leverkusen. "Gegen Malta können einige junge Spieler beweisen, dass sie zurecht eingeladen worden sind. Wir wollen den Zuschauern Freude machen und auch zahlreiche Tore erzielen", sagte Löw.

Seinen Status als gefühlte Nummer eins will Torhüter Neuer festigen. In Abwesenheit der Pokalfinalisten Jörg Butt (Bayern München) und Tim Wiese (Werder Bremen) kann der Schlussmann des Vizemeisters Schalke 04 Pluspunkte beim Bundestrainer sammeln. Allerdings scheint sich der U21-Europameister bereits sehr sicher zu sein, dass die Entscheidung für ihn ausfällt.

"Ich weiß, dass ich der beste Torwart Deutschlands werden kann. Ich behaupte, dass ich ein ziemlich kompletter Torwart bin. Und ich bin bereit, in der Nationalmannschaft Verantwortung zu übernehmen. Ich fühle mich reif für diese Aufgabe", sagte Neuer, der am Mittwoch wortlos im Teamhotel verschwand, der Sport Bild.

Doch Löw will sich davon nicht unter Druck setzen lassen. Der 50-Jährige spielt in der T-Frage weiter auf Zeit. Vor dem Finale im DFB-Pokal am Samstag zwischen München und Bremen wird es definitiv keine Entscheidung geben, damit die Keeper nicht abgelenkt werden. Alles spricht derzeit jedoch für Neuer, der laut Löw gegen Malta die kompletten 90 Minuten absolvieren wird.

"In der Torwartfrage haben wir keinen Druck, wir werden rechtzeitig eine Entscheidung bekannt geben. Wir werden uns in den nächsten Tagen noch einmal mit Andreas Köpke zusammensetzen, der die Leistungen der Torhüter über die gesamte Saison hinweg analysiert hat", sagte Löw.

Da einige Nationalspieler verletzungsbedingt noch Defizite aufweisen, bezeichnete Löw das Spiel gegen Malta als sehr wichtig. So richtig beginnt die WM-Vorbereitung aber erst am Freitag, wenn der DFB-Tross für eine Woche in das Regenerationstrainingslager nach Sizilien aufbricht.

Quelle: SID/fb

 
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