Eintracht Frankfurt - Hannover 96 2:2 (1:1): Später Ausgleich durch Christiansen
zuletzt aktualisiert: 06.12.2003 - 17:40Frankfurt (rpo). Den zweiten Sieg innerhalb von acht Tagen hat Eintracht Frankfurt denkbar knapp verpasst. Durch das 2:2 (1:1) gegen Hannover 96 bleiben die Hessen auf einen Abstiegsrang.
Bis zur 87. Minute hatte die Eintracht mit 2:1 in Führung gelegen, ehe Thomas Christiansen per Foulelfmeter den Ausgleich für die 96-er markierte. Damit endete gleichzeitig der Einstand des Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen (seit 1.Dezenber offiziell im Amt) mit einem Teilerfolg.
Zweimal waren die Gastgeber durch Alexander Schur (17.) und Ervin Skela (64. per Foulelfmeter) in Führung gegangen, zweimal glich Hannover durch Daniel Stendel (18.) und Christiansen noch aus. Die Niedersachsen holten damit vier Punkte aus den letzten zwei Partien und scheinen wieder auf einem guten Weg zu sein, auch wenn das abwehrschwächste Team der Liga nach 15 Saisonpartien bereits 33 Gegentreffern kassiert hat.
Vor 17.000 Zuschauern im Frankfurte Waldstadion mussten die Gastgeber auf Gerri Cipi (Sperre) und Mittelfeldspieler Andreas Möller (Muskelfaserriss) verzichten, doch nach ausgeglichenem Beginn erabeitete sich die Eintracht leichte Feldvorteile. Folgerichtig markierte Schur mit seinem ersten Saisontreffer per Kopf nach einem Freistoß von Regisseur Skela die verdiente Führung. Allerdings ermöglichten grobe Unachtsamkeiten der Gästemannschaft von Trainer Ralf Rangnick im direkten Gegenzug den Ausgleich, als Stendel eine Vorlage von Thomas Brdaric aus kürzester Distanz einschob.
Schwache erste Halbzeit
In der Folge offenbarten beide Mannschaften große Schwächen im Spielaufbau und ließen zeitweise ihre Erstligatauglichekeit vermissen. Besonders die Hessen kamen im eigenen Stadion in der ersten Halbzeit lediglich zu einer weiteren Chance durch Markus Beierle (14.), dessen Kopfball 96-Keeper Marc Ziegler parierte.
Nach dem Wechsel forcierte die Elf von Coach Willi Reimann den Druck, während auch die Hannoveraner ihr Glück in einigen Offensivaktionen suchten. Hatte der bis dato glücklose Eintracht-Strümer Cha bei einem wegen Abseitsstellung nicht anerkannten Treffer (53.) noch Pech, so holte er nur elf Minuten später einen Elfmeter heraus, als ihn 96-Kapitän Kostas Konstantinidis nur noch regelwirdig stoppen konnte.
Bei Frankfurt überzeugten der fleißige Markus Kreuz sowie Torschütze Schur, der wegen der fünften Gelben Karte im nächsten Spiel beim VfL Bochum pausieren muss. Bei Hannover verdienten sich Stendel und Kleber gute Noten.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Trainer Willi Reimann (Eintracht Frankfurt): "Ich bin mit der Leistung zufrieden, aber mit dem Ergebnis nicht. Wir waren die klar bessere Mannschaft, doch nach unserer Führung haben Cleverness und Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass wir präsent sind und nicht aufgeben."
Trainer Ralf Rangnick (Hannover 96): "Wenn man zweimal in Rückstand gerät, muss man mit einem Punkt leben können. Mit der spielerischen Leistung meiner Mannschaft bin ich nur teilweise zufrieden, trotzdem ist der Punkt enorm wichtig."
STATISTIK ZUM SPIEL:
Frankfurt: Nikolov - Preuß, Bindewald, Chris, Wiedener - Lexa (86. Günther), Schur, Skela, Kreuz - Cha (79. Frommer), Beierle
Hannover: Ziegler - Cherundolo, Vinicius (65. Zuraw), Konstantinidis, Kleber - Stendel, Dabrowski (72. Schuler), de Guzman - Stajner (46. Idrissou) - Christiansen, Brdaric
Schiedsrichter: Koop (Lüttenmark)
Tore: 1:0 Schur (17.), 1:1 Stendel (18.), 2:1 Skela (64., Foulelfmeter), 2:2 Christiansen (87., Foulelfmeter)
Zuschauer: 19.000
Beste Spieler: Schur, Kreuz - Stendel, Kleber
Gelbe Karten: Schur, Chris, Cha, Lexa - Christiansen, Brdaric, Kleber, Dabrowski, Stajner, Vinicius
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