1. Bundesliga 16/17
| 13.44 Uhr

Terror in Istanbul
Bundesligisten fühlen sich in Belek "sicher"

Terror in Istanbul: Bundesligisten fühlen sich in Belek "sicher"
Die Bundesligisten fühlen sich trotz der Terroranschläge in Istanbul in Belek sicher. FOTO: dpa, nic
Belek. Entsetzen, Bedrückung, Mitgefühl: Der Terror von Istanbul sorgte auch im rund 500 Kilometer Luftlinie entfernten Belek für große Bestürzung. Hier tummeln sich Bundesligisten wie der Hamburger SV, Hertha BSC oder Borussia Mönchengladbach, um sich optimal auf die Rückrunde vorzubereiten.

"Das tut mir im Herzen brutal weh", sagte HSV-Co-Trainer Eddy Sözer, der in der 14-Millionen-Metropole am Bosporus geboren wurde, betroffen bei NDR 90,3. Die schwache Hamburger Vorstellung beim 1:2 im Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt war plötzlich in den Hintergrund geraten. "Die Geschehnisse in Istanbul machen mich unendlich traurig", meinte Hamburgs Chefcoach Bruno Labbadia.

Insgesamt sechs Bundesligisten weilen noch im Süden der Türkei - Darmstadt 98 war am Dienstag planmäßig heimgeflogen – und setzen ihre Vorbereitung auf die Rückrunde am Mittwoch trotz der insgesamt angespannten Sicherheitslage in der Türkei wie geplant fort. "Diese Tat berührt uns natürlich alle. Wir sind sehr erschüttert und erschrocken", sagte Sportdirektor Rouven Schröder Bremer Medienvertretern, betonte aber auch: "Wir fühlen uns hier sicher. Das Trainingslager geht weiter."

Dieser Tenor erklingt auch aus den Reihen des HSV, vom VfB Stuttgart und von Hertha BSC. "Unsere türkischen Gastgeber tun alles dafür, damit wir ohne Beeinträchtigung trainieren können", sagte Hertha-Pressesprecher Peter Bohmbach auf Anfrage des SID. Der Bundesliga-Dritte trainiert ohnehin auf einem abgesperrten Gelände.

Auch bei Hannover 96, das unter dem neuen Coach Thomas Schaaf für den Klassenerhalt schuftet, läuft im Trainingsbetrieb alles ohne Anpassungen weiter. Der Klub steht in regelmäßigem Austausch mit der veranstaltenden Agentur und dem deutschen Konsulat.

Unmittelbarer betroffen sind die deutschen Profis, die in Istanbul ihr Geld verdienen. Weltmeister Lukas Podolski von Galatasaray teilte per Twitter seine Anteilnahme mit. "Ich bin sehr traurig über die Ereignisse und meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien", schrieb der 30-Jährige.

Auch Ex-Nationalspieler Andreas Beck, der wie Mario Gomez für Besiktas aufläuft, zeigte sich schockiert. Dennoch geht 29-Jährige weiter unerschrocken seiner Arbeit nach. "Ich hatte bisher kein mulmiges Gefühl, wenn ich mich in Istanbul bewegt habe", sagte Beck: "Ich persönlich fühle mich sicher."

(seeg/sid)
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