1. Bundesliga 17/18
| 14.14 Uhr

"Der HSV tut mir ein bisschen leid"
Bremens Ex-Torhüter Wiese wünscht HSV den Klassenerhalt

Fotos: Tim Wiese: Ziel ist "auszusehen wie Mr. Olympia"
Fotos: Tim Wiese: Ziel ist "auszusehen wie Mr. Olympia" FOTO: dpa, soe fpt
Der ehemalige Nationaltorhüter Tim Wiese sieht den Trainerwechsel beim Hamburger SV vor dem Nordderby der Bundesliga am Sonntag (15.30 Uhr/Live-Ticker) als Nachteil für seinen Ex-Klub Werder Bremen. "Kurzfristig bringt ein neuer Trainer fast immer Erfolg. Für Werder macht es das im Derby schwieriger", sagte Wiese der Bild-Zeitung.

Auf den Tabellenletzten HSV blickt der 33-Jährige mitleidsvoll. "Ich weiß nicht, ob der liebe Gott noch mal ein Auge zudrücken kann. Der HSV tut mir ein bisschen leid. Sie haben überragende Voraussetzungen und gurken doch da unten rum", sagte er.

Wiese wünscht sich ausdrücklich den Klassenerhalt für die Hamburger: "Was wäre die Liga ohne den HSV? Ohne die Derbys gegen Werder? Sie haben ein geiles Stadion, tolle Fans. Die sind zwar durchgeknallt, aber das gefällt. Das alles sollte erstklassig bleiben."

Wiese hatte früher mit riskanten Aktionen und provokanten Sprüchen die Stimmung in den Derbys angeheizt und war für viele HSV-Fans zur Hass-Figur geworden. Er sagt den Hamburgern eine schwierige Zukunft voraus, sollten sie in die 2. Bundesliga rutschen. "Wer absteigt, hat Probleme, sofort wieder nach oben zu kommen", sagte Wiese. "Viele Spieler gehen, es muss was Neues aufgebaut werden. Ein Abstieg kostet sehr viel Geld." 

Zudem zeigte Wiese großes Verständnis für den Wechsel des Bremer Sturmtalents Davie Selke zum finanzstarken Zweitligisten RB Leipzig. "Die Karriere dauert 12, 13 Jahre. In der Zeit muss man schauen, wo es die meiste Kohle gibt. Wer woanders doppeltes Gehalt geboten bekommt, überlegt nicht lange. Und jeder, der das anders sieht, hat einen Dachschaden", sagte er.

(sid)
 
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