Horst Hrubesch
Wo das ehemalige "Kopfball-Ungeheuer" ist, ist der Erfolg. Gefühlte 30 Jahre konnte Hrubesch als Trainer nichts reißen, doch 2008 führte er die deutschen U-19-Junioren zum EM-Gewinn und beendete beim DFB eine Durststrecke von 16 Jahren ohne Nachwuchs-Titel.
Mirko Slomka
Der frühere Co-Trainer zog mit Schalke zwar ins Viertelfinale der Champions League ein, doch ansonsten fiel Slomka mit Langeweile-Fußball auf - und wurde schließlich entlassen.
Luis Aragones
Über mehrere Epochen musste Spanien darben, doch 2008 führte Aragones seine Nationalmannschaft zum EM-Titel. Und satt ist der 70-Jährige noch lange nicht.
Frank Pagelsdorf
Erst konnte "Tränen-Pagel" den Abstieg von Hansa Rostock nicht verhindern, dann führte er "seinen" Verein in den Keller der 2. Liga und musste gehen. Was für ein Abstieg einer Kultfigur.
Christoph Daum
Der Kölner hielt, was er versprach. Köln machte der Coach wieder erstklassig und verschaffte den Domstädtern zudem mit einem Zwischenspurt einen sorgenfreien Winter. So gut ging es den Kölnern schon lange nicht mehr.
Jos Luhukay
In Gladbach rotierte der Niederländer so lange, bis er sein Amt selber quitt war. Dem tollen Bundesliga-Aufstieg ließ "Juhukay" zudem ein naive Kaderzusammensetzung folgen, die Borussia wieder ins Elend stürzte.
Bruno Labbadia
Als Trainer-Neuling in der Bundesliga führte Labbadia Leverkusen direkt in die Spitzenränge und lässt Bayer urplötzlich vom Titel träumen. Dazu wird noch spektakulärer Fußball geboten. Davon können viele andere nur träumen.
Fred Rutten
Der Niederländer kam mit der Erwartung, schönen und erfolgreichen Fußball spielen zu lassen, nach Schalke. Nichts davon konnte er umsetzen.
Jörn Andersen
Als Nachfolger von Jürgen Klopp trat der Norweger in Mainz ein schweres Erbe an. Andersen bewältigte die Aufgabe und lässt die Mainzer wieder vom Aufstieg träumen.
Rudi Bommer
Nach dem Aufstieg folgte der Abstieg mit dem MSV Duisburg. Bommer hatte sich verbraucht und verstand es nicht, aus den Möglichkeiten eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Wirklich unterstützt hat den lieben Rudi aber auch keiner.
Friedhelm Funkel
Abstiegssorgen? Hektik? Panik? All das scheint Funkel nicht zu kennen. Der Neusser arbeitet und lächelt alle Gefahren zur Seite. Mit diesem dicken Fell und der Routine besteht er mit den Frankfurtern erneut im Abstiegskampf.
Armin Veh
Am Ende tat es nur noch weh, wie Veh mit dem VfB Stuttgart immer weiter absackte. Dass der Titel 2007 nur ein positiver Ausrutscher war, hatten schon viele nicht begriffen. Doch Veh holte diese Saison noch weniger aus den Stuttgartern heraus, als drin ist - und musste gehen.
Michael Frontzeck
Dass er Bielefeld in der vergangenen Saison vor dem Abstieg bewahrte, hatten viele Frontzeck nicht zugetraut. Der Ex-Gladbacher blieb aber betont cool, bewältigte das Unterfangen und hält sein Team trotz eines Mini-Etats wieder auf Kurs. Und das in Bielefeld, Respekt, Herr Frontzeck.
Dieter Hecking
Der Niedersachse war angetreten, um aus Hannover wieder eine echte Marke zu machen. Stattdessen stagniert 96 im unteren Mittelmaß und hat sogar leichte Abstiegssorgen. Außer Sprüchen hat Hecking nicht viel zu bieten.
Joachim Löw
Unumstritten ist Löw ob seines Führungsstils zwar nicht, die Erfolge sprechen aber für den ehemaligen Klinsmann-Assistenten. Der Bundestrainer holte bei der EURO immerhin den Vize-Titel und nimmt jetzt geraden Kurs Richtung WM-Qualifikation.
Raymond Domenech
Frankreich war der EURO 2008 angetreten, um den Titel zu holen, die Realität war aber das Aus nach der Gruppenphase. Trotzdem mochte Domenech die Kritik an seiner Arbeit überhaupt nicht nachvollziehen.
Christian Wück
Einen durchschnittlichen Drittligisten völlig überraschend in die 2. Liga zu führen, ist schon eine tolle Sache. Den Aufwärtstrend ohne großes Brimborium fortzusetzen, noch mehr. Christian Wück ist das mit Ahlen gelungen.
Dieter Eilts
Mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft schaffte Eilts zwar die EM-Qualifikation, doch der gebotene Fußball war so gruselig mutlos, dass ihn Sportdirektor Matthias Sammer trotzdem entließ. Beim Zweitligisten Hansa Rostock startete Eilts noch schwächer und steckt jetzt im Abstiegskampf.
Ralf Rangnick
Hier sehen Sie ein Bild, auf dem Rangnick lacht. Das macht er selten, dabei gibt viele Gründe für gute Laune nach dem Hoffenheimer Höhenflug an die Bundesliga-Spitze.
Uwe Rapolder
Nachdem Rapolder vergelich sein Glück in der Bundesliga gesucht hat, versackt er nun mit Koblenz im Keller der 2. Liga. Was für ein Absturz.