Paukenschlag bei Bayern München: Van Gaal schmeißt Toni raus
zuletzt aktualisiert: 25.11.2009 - 11:43München (RPO). Das Tischtuch zwischen Trainer Louis van Gaal von Fußball-Rekordmeister Bayern München und Starstürmer Luca Toni ist offenbar endgültig zerschnitten. Van Gaal hat den Italiener nach dessen erneuter öffentlicher Klage über das angespannte Verhältnis zum Coach vor der wichtigen Champions-League-Begegnung am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) gegen Maccabi Haifa bis auf Weiteres suspendiert.
Das meldet die "Bild", die Bayern wollten dies auf Anfrage zunächst nicht kommentieren. Toni hatte sich zuvor in einem Fernsehinterview wieder einmal über van Gaal beschwert. "Seit vier Monaten habe ich Probleme mit van Gaal. Alles hat Grenzen. Unsere Beziehung ist fast am Ende", sagte er - und kündigte seine Flucht in die italienische Heimat an. Der AS Rom hat angeblich Interesse an dem 32-Jährigen, die Bosse der Bayern schlossen einen Wechsel in der Winterpause zuletzt aber aus.
"Luca muss lernen, mit der neuen Situation bei Bayern umzugehen. Louis van Gaal hat gesagt, dass es keine Stammspieler aufgrund alter Verdienste gibt. Damit muss jeder Spieler umgehen können", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger jetzt der "Sport Bild". Auch van Gaal hatte am Dienstag bereits verdeutlicht, dass Toni sein Verhalten ändern müsse. Von der neuerlichen Beschwerde seines kapriziösen Stars wusste van Gaal da noch gar nichts.
Weitere Geldstrafe "nicht die Lösung"
Nerlinger erhöhte indes den Druck auf den Trainer. "Jetzt muss die Tendenz wieder gewaltig nach oben gehen. Auf Dauer darf Mainz nicht vor Bayern stehen. Das ist nicht in Ordnung. Van Gaal ist ein ausgewiesener Fachmann. Aber er muss es jetzt hinkriegen", sagte er. Mit Blick auf das Bundesliga-Restprogramm bis zur Winterpause mit den Spielen bei Hannover 96 und dem VfL Bochum sowie zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC Berlin fügte er an: "Die vier Spiele musst du einfach gewinnen."
Van Gaal will indes das weitere Verhalten Tonis nun erst einmal abwarten. Auf die Frage, ob der Klub sich von Toni trennen müsse, sagte er am Dienstag: "Das ist eine Frage an den Vorstand." Eine weitere Geldstrafe sei "jedenfalls nicht die Lösung".
Der Verein hatte Toni schon Anfang November zur Kasse gebeten. Damals war der Angreifer nach seiner Auswechslung zur Pause beim 1:1 gegen Schalke 04 aus der Münchner Arena geflüchtet und hatte sich einige Tage später öffentlich über die "Zermürbung von vier langen Monaten voller Entbehrungen und Unverständnis mit dem aktuellen Trainer" beschwert.
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