1. Bundesliga 17/18
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Gegnercheck
Wolfsburg fehlt ein Torjäger

Die Wolfsburger Trainer seit dem Aufstieg 1997
Die Wolfsburger Trainer seit dem Aufstieg 1997 FOTO: dpa, fdt hak
Leverkusen. Die Bilanz von VfL-Trainer Martin Schmidt beim VfL Wolfsburge ist nach drei Spielen durchwachsen – keine Niederlage, aber eben auch kein Sieg. Vor allem im Angriff der Wölfe hapert es noch gewaltig.

Das ist neu Der VfL Wolfsburg tauschte im Sommer nicht nur kräftig Spieler aus - nein, auch der Trainer ist neu. Nachdem der Niederländer Andries Jonker das Vertrauen der Klubbosse ebenso schnell verlor, wie er es gewann, soll nun Martin Schmidt die Wölfe formen. Die Ansprüche sind hoch, schließlich investierte VW kräftig. In John Brooks kam ein junger Verteidiger aus Berlin, Sechser Ignacio Camacho (FC Malaga), Rechtsverteidiger Paul Verhaegh (FC Augsburg) und Stürmer Divock Origi (FC Liverpool) bringen internationale Erfahrung ins Team. Dazu kommen diverse, teils sehr kostspielige Talente, die eines Tages den neuen VfL mitprägen sollen. Felix Uduokhai (1860 München) kam dagegen wie Marcel Tisserand (FC Ingolstadt) für vergleichsweise kleines Geld, muss aber sofort Leistung bringen.

Die einzigen Abgänge, die ansatzweise ins Gewicht fallen, sind Ricardo Rodriguez und Luiz Gustavo. Beide Defensivmänner brachten immerhin Ablöse ein, hatten zuletzt aber keinen wirklich guten Stand mehr.

Das Team Da mit Brooks und Jeffrey Bruma die Stamminnenverteidigung weiter ausfällt, werden wieder Udoukhai und Tisserand ran müssen. Ob Mario Gomez nach seinem Außenbandanriss rechtzeitig fit wird bleibt unklar, zuletzt konnte er nur reduziert trainieren. Flügelstürmer Paul-Georges Ntep sitzt nach seiner Gelb-Rot-Sperre definitiv draußen.

Die Form Das 2:2 gegen den FC Bayern macht zwar Hoffnung, könnte aber auch an den schwachen Münchnern gelegen haben. Dass bislang nur gegen Frankfurt ein Sieg gelang, ist ein Armutszeugnis - vor allem angesichts schlagbarer Gegner wie Stuttgart, Mainz oder Bremen. Sorgen macht zudem, dass nur Daniel Didavi mehr als einmal traf. Das könnte aber auch daran liegen, dass durch viel Rotation im Angriff bisher noch keine Ruhe reinkam. Spannend ist, ob der verbesserte Didavi wieder auf die linke Seite muss, oder im offensiven Zentrum spielen darf.

Darauf muss Bayer 04 achten Origi vereint Geschwindigkeit mit Durchschlagskraft und machte so bereits in der belgischen Nationalelf auf sich aufmerksam. In Malli und Didavi könnten gleich zwei Spezialisten für Standards auflaufen.

Quelle: RP
 
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