1. Bundesliga 17/18
| 17.38 Uhr

Köln - Wolfsburg 1:1
Starker FC hat bei Riesenchance von De Bruyne Glück

De Bruyne vergibt Riesenchance in der Nachspielzeit
De Bruyne vergibt Riesenchance in der Nachspielzeit FOTO: afp, agz
Köln. Der 1. FC Köln hat die große Chance verpasst, eine Nacht zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen an der Tabellenspitze der Bundesliga zu verbringen. Beim 1:1 gegen den VfL Wolfsburg bot die Mannschaft von Trainer Peter Stöger eine starke Partie, in den letzten 20 Minuten musste sie dem hohen Tempo aber Tribut zollen. Von Martin Beils

Der eingewechselte Nicklas Bendtner (83.) glich aus, nachdem Simon Zoller (30.) die Rheinländer in Führung gebracht hatte. Für die "Wölfe" war es ein glücklicher Punktgewinn, denn die Kölner ließen einige gute Möglichkeiten aus, hatten. Wolfsburgs Torwart Coen Kasteels reagierte bei Versuchen von Anthony Modeste und Jonas Hector glänzend.

Horn rettet gegen De Bruyne

Auf der Gegenseite rettete Timo Horn seinen Kölnern in der Nachspielzeit einen Punkt, als er in einer Eins-gegen-eins-Situation gegen Kevin De Bruyne bestand – den Nachschuss des Belgiers wehrte Matthias Lehman mit dem Hinterteil ab – und einen Kopfball aus kurzer Distanz von Bas Dost parierte. Es war der spektakuläre Schlusspunkt einer intensiven Begegnung. Vielleicht half Horn in diesen Situationen ja auch der gute Draht seines Vereins nach oben. Vor der Partie war der Vorstand des FC zum Mittagsgebet in den Dom gegangen.

Die Aussagekraft von Blitztabellen ist überschaubar, gerade wenn der zweite Spieltag der Bundesliga erst begonnen hat. Und doch dürfte es ein erhebendes Gefühl gewesen sein, wenn FC-Anhänger an diesem Samstagnachmittag einen Blick auf dieses Tableau geworfen haben. Die meisten Zeit sahen sie den Namen ihres Klubs an der Spitze der Rangliste.

Der FC hatte beim erfolgreichen Trip vergangene Woche nach Stuttgart mit dem etwas glücklichen Sieg viel Selbstvertrauen getankt. Im nahezu ausverkauften Stadion zu Müngersdorf attackierten die Gastgeber den DFB-Pokalsieger von Beginn an. Aggressivität und Laufbereitschaft waren Kennzeichen für das Spiel der Mannschaft von Trainer Peter Stöger. Die Wolfsburger, bei denen insbesondere Aaron Hunt und der heftig von Manchester City umworbene Kevin De Bruyne nicht auf der Höhe waren, zeigten sich beeindruckt von der forschen Gangart der Kölner. Das Gros der 46.000 Zuschauer trieb die Mannschaft lautstark nach vorn, darunter auch die zuletzt ausgeschlossenen Mitglieder der Ultragruppe "Boyz".

Unter den Augen von Münchens für Transfergeschäfte zuständigem Technischem Direktor Michael Reschke, der auf Heimatbesuch im Rheinland war, stellten die Hausherren den Steilpass als gutes Spielmittel auch in Zeiten des Ballbesitz-Fußballs vor. Die Kölner waren stets bemüht den Ball schnell zu den Offensivkräften Anthony Modeste oder Simon Zoller zu bringen. Mit Erfolg. Nach einer halben Stunde nutzte Simon Zoller eine Vorlage von Modeste und ein Missverständnis zwischen Wolfsburgs Kapitän Naldo und Torhüter Koen Casteels zum 1:0. Das "Kölle alaaf" erklang und setzte die neue Begrüßung fort, die die Kölner für ihre Gäste bereithalten. Die Mannschaften bekommen nun immer einen Karnevalsorden geschenkt.

Die Begeisterung rund um den Klub wächst weiter. "Wir haben beim 1. FC Köln innerhalb von ein paar Wochen mehr lebenslange Mitglieder als Borussia Dortmund", sagte Vorstand Alexander Wehrle. 480 Fans haben für 1948 Euro solche eine Vereinbarung getroffen, Ziel sind 1000 lebenslange Mitgliedschaften.

 

 
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