1. Bundesliga 16/17
| 17.22 Uhr

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 6:0
Die Wölfe schießen Werder Bremen ab

Fotos: VfL Wolfsburg - Werder Bremen
Fotos: VfL Wolfsburg - Werder Bremen FOTO: afp, bb
Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat in der Bundesliga Platz drei gefestigt. Der Pokalsieger deklassierte Werder Bremen zu Hause mit 6:0 (2:0) und feierte nach zwei Niederlagen in den letzten Pflichtspielen den höchsten Saisonsieg.

Max Kruse (44./87.), Alejandro Galvez (11., Eigentor), Vieirinha (56.), Josuha Guilavogui (67.) und Bas Dost (78.) trafen. Die hohen Sicherheitskontrollen wegen der Vorfälle in Paris und Hannover sorgten zunächst für Probleme. Vor allen Eingängen bildeten sich lange Schlangen. Es grenzte schon an ein Wunder, dass das Spiel rechtzeitig angepfiffen werden konnte.

Die Gäste aus Bremen kamen zunächst überhaupt nicht zurecht und lagen schon zur Halbzeit klar hinten. Viel zu harmlos war die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik und rutschte am Ende des Tages noch tiefer in den Abstiegsstrudel.

Fotos: Bundesliga trauert um Terror-Opfer von Paris FOTO: dpa, mb jai

Bei den Wolfsburgern schien die Kritik von Trainer Dieter Hecking an der Einstellung einiger Profis zu fruchten. Mit großem Engagement ging der Vizemeister die Partie an, auf den Außen machten die Verteidiger Christian Träsch und Marcel Schäfer mächtig Dampf. Eine Hereingabe von Ex-Nationalspieler Träsch führte dann auch zum 1:0. Pechvogel Galvez rutschte mit dem Bein in den Ball und beförderte das Spielgerät ins eigene Tor. Luiz Gustavo hatte per Pfosten-Kopfball die nächste Großchance und wurde kurz darauf verletzt ausgewechselt.

Werder blieb beharrlich bei seinem Kurzpassspiel und suchte zu oft den Weg durch die Mitte. Vorne war Anthony Ujah zwar immer anspielbar - und der Stürmer ließ Wolfsburgs Abwehrzentrale mit Naldo und Dante auch einige Male schlecht aussehen - doch gefährlich wurde es nur selten. Der erste Torschuss datierte aus der 40.
Minute, als Fin Bartels Diego Benaglio per Fernschuss prüfte.

Nach dem Wechsel kam Claudio Pizarro für Zlatko Junuzovic, doch durchschlagskräftiger wurde das Spiel der Gäste damit auch nicht. Wolfsburg schaltete einen Gang zurück und sparte Kräfte für das wichtige Spiel der Champions League am Mittwoch bei ZSKA Moskau (20.45 Uhr/Sky). Mit Vieirinhas Treffer (56.) war die Partie spätestens entschieden.

In der 65. Minute kam auch Nationalspieler Andre Schürrle aufs Feld und hatte mit seinem ersten Ballkontakt das 4:0 auf dem Fuß, doch wieder einmal vergab Schürrle eine Großchance. Der ebenfalls eingewechselte Guilavogui machte es kurz darauf besser und traf zum 4:0. Dost und erneut Kruse sorgten für die Schlusspunkte.

Bei den Gastgebern waren Vieirinha und Schäfer die auffälligsten Spieler, bei den Werderanern gefielen Bartels und Ujah noch am ehesten.

(sid)
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