1. Bundesliga 16/17
| 11.04 Uhr

ZIS-Jahresbericht
Weniger Pyrotechnik im deutschen Fußball

Die höchsten Geldstrafen für Fan-Ausschreitungen
Die höchsten Geldstrafen für Fan-Ausschreitungen FOTO: dpa, frg jai
Duisburg. Die Zahl von Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz in der Fußballsaison 2015/16 hat im Vergleich mit 2014/15 von 887 um 36 Prozent auf 566 abgenommen.

"Wir freuen uns über diese positive Entwicklung", sagte am Freitag in Duisburg Polizeidirektor Jürgen Lankes, Leiter der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze.

"Bengalos, Raketen und Rauchtöpfe haben bei Veranstaltungen wie einem Fußballspiel nichts verloren. Das Zünden gefährdet alle im Stadion", hielt Lankes im neuen ZIS-Jahresbericht für die erste bis dritte Liga fest. Trotz des deutlichen Rückgangs wurden 2015/16 72 Personen durch Pyrotechnik verletzt.

Die Zahl der Verletzten durch Gewalt im Fußball ist in der vergangenen Saison von 1204 auf 1265 gestiegen. Sie liege damit aber noch deutlich unter dem Wert der Spielzeit 2013/14. Damals waren 1588 Menschen verletzt worden.

"Das reicht aber nicht, um einen Positivtrend zu beschreiben", sagte Lankes. "Jedes Jahr werden nach wie vor weit mehr als tausend Menschen durch Gewalttäter und Randalierer bei Auseinandersetzungen rund um Fußballspiele verletzt. Aus unserer Sicht ist jeder Verletzte einer zu viel."

Die Arbeitsbelastung der Polizei ist 2015/16 zurückgegangen. Sie sank im Spielbetrieb der ersten bis dritten Liga um rund 6,5 Prozent, lag aber immer noch bei mehr als zwei Millionen Einsatzstunden nur für Fußballspiele.

(lnw)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

ZIS-Jahresbericht: Weniger Pyrotechnik im deutschen Fußball


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.