1. Bundesliga 16/17
| 19.47 Uhr

Bundesliga im Live-Ticker
Ob in Stuttgart oder Bremen - immer wieder Abstiegskampf für Dutt

Robin Dutt – Halb-Inder, Trainer, Funktionär
Robin Dutt – Halb-Inder, Trainer, Funktionär FOTO: dpa, Dominique Leppin
Hamburg. Stuttgarts Sportdirektor Robin Dutt kennt sich nicht nur bei den Schwaben mit dem Kampf um den Klassenerhalt aus. Auch als Trainer von Werder Bremen ging es für ihn fast permanent gegen den Abstieg.

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Dieselbe Arena, die gleiche Situation - Robin Dutt hat mittlerweile Verein und Job gewechselt, seine Ausgangslage indes ist unverändert. Als der 51-Jährige im Oktober 2014 bei Werder Bremen als Trainer gefeuert wurde, schwebten die Hanseaten in höchster Abstiegsgefahr. Nun kehrt er als Sportvorstand des VfB Stuttgart am Montag ins Weserstadion zurück - und auch den Schwaben steht das Wasser bis zum Hals.

Und doch glaubt der gebürtige Kölner einen positiven Trend zu erkennen, schließlich stand es vor einem Jahr im Abstiegskampf noch schlechter um die Gäste. "Wenn ich die Wahl zwischen der Situation damals und der heutigen hätte, dann würde ich die jetzige auf jeden Fall bevorzugen", sagte Dutt.

In seiner Bremer Zeit erwarb sich der ehemalige Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Meriten eigentlich nur durch den sensiblen Umgang mit der Problematik, als direkter Nachfolger der Werder-Legende Thomas Schaaf die Arbeit aufzunehmen. Die Werder-Fans dankten es ihm zunächst. Sportlich lief es alles andere als rund, nach nur 43 Punkten aus 43 Spielen zogen die Norddeutschen die Reißleine und ersetzten ihn durch Amateur-Coach Viktor Skripnik.

Dass den Gastgebern auch unter dem Ukrainer die Zweitklassigkeit droht, mag für den Halb-Inder Dutt eine Genugtuung sein, geäußert hat er sich dazu nicht. Zu sehr ist er mit den sportlichen Nöten der Stuttgarter beschäftigt.

Konfliktfreies Arbeiten ist für den Fußball-Lehrer, der 2005 als Jahrgangsbester seinen Trainerlehrgang abschloss, eigentlich nur noch eine mehr und mehr verblassende Erinnerung. Seine vier Jahre beim SC Freiburg zwischen 2007 und 2011 dürfen als erfolgreich gelten, doch bei Bayer Leverkusen und auch beim DFB scheiterte Dutt.

Dabei löste seine Wankelmütigkeit eine Menge Kopfschütteln in der Branche aus. Seinen DFB-Job schmiss er nach nur zehn Monaten, weil er wieder mit einer Mannschaft arbeiten wollte. Beim VfB indes sitzt er als Sportvorstand wie schon beim DFB die meiste Zeit am Schreibtisch.

"Ich habe den DFB damals in keine schöne Situation gebracht, aber ich habe einfach gespürt, dass mein Herz auf den Trainingsplatz gehört", sagte Dutt rückblickend. Eine Erkenntnis, die seinerzeit beim Verband für Missstimmung sorgte. Dutt habe wohl erkannt, dass der Posten des Sportdirektors ihn nicht ausfüllen könne, hieß es damals aus der DFB-Zentrale.

(sid)
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