1. Bundesliga 16/17
| 13.06 Uhr

DFL bedauert Rückzug
Wie geht der Machtkampf zwischen Fandel und Krug weiter?

DFL bedauert Rückzug: Wie geht der Machtkampf zwischen Fandel und Krug weiter?
Herbert Fandel FOTO: dpa, Uwe Anspach
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Rückzug von Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel aus dem Tagesgeschäft zum Ende der Saison "sehr bedauert."

Fandel selbst ließ am Freitagabend verlauten, dass Spekulationen über ein Zerwürfnis zwischen ihm und DFL-Schiedsrichterberater Hellmut Krug aber nicht der Grund für diese Entscheidung gewesen seien: "Mit Hellmut Krug habe ich in dens zurückliegenden sechs Jahren sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet."

Ein DFL-Sprecher hatte zuvor Spekulationen über Differenzen der beiden ehemaligen Bundesliga-Schiris nicht von der Hand weisen können: "Über angebliche persönliche Differenzen im Schiedsrichterbereich werden wir intern mit dem DFB ebenso sprechen wie über die personelle Neuaufstellung."

Fandel, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass er "aus persönlichen Gründen" als Chef der Bundesliga-Referees im Sommer aufhören werde. In den Medien war danach spekuliert worden, dass ein interner Machtkampf zwischen Fandel und dem ebenfalls dem Ausschuss angehörenden Krug der Grund für die Entscheidung gewesen sei.

"Das Ausscheiden als Vorsitzender der Elitekommission Schiedsrichter bedauern wir sehr", teilte die DFL mit: "Wir unterstützen die Idee, dass er dem Schiedsrichter-Ausschuss des DFB als Vorsitzender erhalten bleibt." Fandel bekräfigte am Freitag, dass er nicht komplett von der Bildfläche verschwinden wolle: "Zudem erhoffe ich mir durch diesen Schritt neue Impulse für das Schiedsrichterwesen, dem ich, so gewünscht, als Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses oder in einer ähnlichen Funktion auch über den DFB-Bundestag im November hinaus erhalten bleiben werde."

Anfang November wird bei einem ordentlichen DFB-Bundestag ein neuer Ausschuss gewählt. "Die Führung des DFB in diesem Bereich steht dabei außer Frage", stellte die DFL klar: "Wir sind bereits seit Ende letzten Jahres unabhängig von einzelnen Personen im konstruktiven Dialog mit dem DFB über die Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens."

Dies bestätigte auch der für das Schiedsrichterwesen zuständige DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann: "Dank der Arbeit von Herbert Fandel und Hellmut Krug und ihrem gesamten Team sind wir im deutschen Schiedsrichterwesen seit Jahren auf einem guten Weg. Seit feststeht, dass sich Herbert Fandel ein wenig aus dem Bereich der Eliteschiedsrichter zurückziehen möchte, führen wir im engen Austausch mit der Liga interne Gespräche, wie wir das deutsche Schiedsrichterwesen in Zukunft aufstellen. Eine diesbezügliche Entscheidung ist aber noch nicht gefallen."

destag ein neuer Ausschuss gewählt. "Die Führung des DFB in diesem Bereich steht dabei außer Frage", stellte die DFL klar: "Wir sind bereits seit Ende letzten Jahres unabhängig von einzelnen Personen im konstruktiven Dialog mit dem DFB über die Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens."

(sid)
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