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Manager-Suche: Wolfsburg angeblich mit Dieter Hoeneß einig

zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 - 16:35

Wolfsburg (RPO). Dieter Hoeneß wird angeblich neuer Manager des deutschen Fußball-Meisters VfL Wolfsburg. Der 56-Jährige soll sich bereits mit den Niedersachsen über ein Engagement ab Januar einig sein.

Dieter Hoeneß muss sich einen neuen Job suchen.  Foto: AP, AP
Dieter Hoeneß muss sich einen neuen Job suchen. Foto: AP, AP

Nach der für den deutschen Meister enttäuschenden Bundesliga-Hinrunde verdichteten sich am Montag die Hinweise, dass Hoeneß als Manager der neue starke Mann bei den Niedersachsen wird. Gleichzeitig stimmte der Klub am Montag der Bitte des bisherigen Geschäftsführers Jürgen Marbach nach Auflösung seines Vertrags zu.

Während Hoeneß die Gerüchte nicht bestätigen wollte, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf vereinsinterne Kreise von einer Einigung beider Seiten. Der 56-Jährige soll demnach Vorsitzender der Geschäftsführung werden. Veh würde damit entmachtet.

"Das kann ich nicht bestätigen. Zu solchen Gerüchten äußere ich mich grundsätzlich nicht, ehe es nicht etwas offiziell zu verkünden gibt", sagte Hoeneß dem Sport-Informations-Dienst (sid), deutete aber an, vor einer Rückkehr ins Bundesliga-Geschäft zu stehen: "Ich führe Gespräche und habe verschiedene Optionen", sagte der frühere Nationalspieler, der den Zeitpunkt für seine Entscheidung offen ließ.

Auch die Wolfsburger wollten die Gerüchte auf Anfrage zunächst nicht kommentieren. Noch im November hatte der VfL erste aufkommende Spekulationen um den ehemaligen Manager von Hertha BSC Berlin klar dementiert. Nun soll man sich auf eine Amtsübernahme zum 15. Januar geeinigt haben. Die Verpflichtung wird angeblich noch in dieser Woche offiziell verkündet.

Bei den "Wölfen" bekleidet bislang Veh wie schon sein Vorgänger Felix Magath die Posten des Trainers und Managers in Personalunion. Zudem ist der Coach einer von drei Geschäftsführern der VfL Wolfsburg Fußball GmbH. Allerdings geriet der 48-Jährige nach der jüngsten Negativserie von fünf Bundesligaspielen ohne Sieg und dem Ausscheiden in der Champions League zum Ende der Hinrunde zunehmend in die Kritik.

Noch Ende vergangener Woche sprach sich Veh vehement gegen einen Sportdirektor an seiner Seite aus - zumal die Neubesetzung dieses Postens seiner Entmachtung gleich käme. "Dann hätte ich ja total die Hose unten, das geht doch nicht, das muss doch jedem klar sein", sagte der Coach zu der immer lauter werdenden Diskussion.

Eine Entlassung des Trainers hatte Wolfsburgs Aufsichtsrat zuletzt ausgeschlossen. "Wir halten an ihm fest und werden die kurze Winterpause nutzen, um gemeinsam zu analysieren, warum wir da stehen, wo wir jetzt stehen", sagte Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz, schloss aber eine Umstrukturierung der sportlichen Führung nicht aus: "Ich kann mir vieles vorstellen."

Hoeneß wäre als Sportchef in der neuen Hierarchie über den Geschäftsführern Veh und Wolfgang Hotze angesiedelt. Er war im Sommer nach 13 Jahren als Manager der Hertha zurückgetreten.

Quelle: SID/can

 
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