Vor neuem Dauerkarten-Rekord: BVB spielt sich in Gewinnzone
zuletzt aktualisiert: 03.11.2002 - 14:08Dortmund (rpo). Im zweiten Jahr nach dem Börsengang hat sich der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund in die Gewinnzone gespielt.
Wie BVB-Manager Michael Meier am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Dortmunder Konzerthaus vor 521 Mitgliedern mitteilte, konnte der Konzern im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002 einen Reingewinn von 755 000 Euro erwirtschaften. Im vorigen Geschäftsjahr hatte das einzige börsennotierte Fußball-Unternehmen-Deutschlands ein Minus von 10,9 Millionen Euro verbucht. Die Gesamtleistung stieg im gleichen Zeitraum um 35,8 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro an.
Ermutigt durch die positive Entwicklung sieht der Revierclub trotz der Probleme bei den TV-Geldern optimistisch in die Zukunft. Vor allem der Ausbau des Westfalenstadions, das in Zukunft bei internationalen Spielen über 67 000 und bei Bundesliga-Begegnungen 83 000 Zuschauer fassen wird, soll für einen weiteren Schub sorgen. "Wir wollen für die WM 2006 ein Halbfinale nach Dortmund holen. Deshalb war die Erweiterung nötig", sagte Präsident Gerd Niebaum.
Die mutige Investitionspolitik scheint sich bezahlt zu machen: Von den 14 000 zusätzlichen Plätzen in den Ecken der Arena wurden bereits 25 Prozent verkauft. Der BVB will für die kommende Saison mindestens 55 000 Dauerkarten verkaufen. "Damit wären wir auch in Europa mit an der Spitze", sagte Niebaum.
Vielversprechend lief auch die Werbeaktion um neue Mitglieder an. Bereits zwei Wochen nach dem Start der Offensive konnte die Zahl von 11 000 auf knapp 12 000 gesteigert werden. Langfristiges Ziel ist eine Marke von 40 000. "Wenn Schalke 30 000 und der FC Bayern annähernd 100 000 Mitglieder hat, sollte das zu schaffen sein", meinte Schatzmeister Hans-Joachim Watzke.
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