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Champions League
Atlético fordert Barca mit ganz viel Wut im Bauch heraus

Torres trifft und fliegt zehn Minuten später vom Platz
Torres trifft und fliegt zehn Minuten später vom Platz FOTO: afp
Madrid/Hamburg. Atlético Madrid will sich gegen den FC Barcelona für die unglückliche Hinspiel-Niederlage revanchieren. Auf Torwart Marc-André ter Stegen und das zuletzt nicht überzeugende Starensemble um Lionel Messi wartet harte Arbeit.

Ohne den gesperrten Fernando Torres, aber mit viel Wut im Bauch gegen Messi, Neymar und Suárez: Atlético Madrid kündigt dem FC Barcelona einen heißen Fight für das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League an. "Ich bin mir sicher, dass wir topfit sind", sagte Coach Diego Simeone, der mit seinem Team am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) den 1:2-Rückstand aus der unglücklichen und viel diskutierten Hinspiel-Niederlage egalisieren muss.

"Ich glaube an die Aufholjagd", sagte Mittelfeldspieler Koke dem kicker. Und die Voraussetzungen für den ersten Triumph von Atlético in dieser Saison über den fünfmaligen Königsklassen-Sieger mit Weltfußballer Lionel Messi und dem deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen erscheinen durchaus günstig. Barça offenbarte bei der 0:1-Pleite in der Primera Division gegen Real Sociedad San Sebastián am vergangenen Samstag erneut ungewohnte Schwächen, die spanische Meisterschaft scheint nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie nicht mehr sicher.

"Müssen zeigen, dass wir wirklich die besten sind"

Trainer Luis Enrique, der bislang die perfekte Bilanz von sieben Siegen aus sieben Duellen gegen Atlético vorweisen kann, schlägt Alarm. "Jeder muss überlegen, was er für das Team tun kann, nicht umgekehrt", sagte der 45-Jährige, der einige Stars für den Königsklassen-Gipfel schonte: "Wir müssen jetzt zeigen, dass wir wirklich die Besten der Welt sind." Großer Druck also auch für ter Stegen, der sich mit seiner Rolle als reiner Pokal-Torwart beim Weltklub aus Katalonien immer weniger anfreunden kann.

Vor mehr als 50.000 lautstarken Fans im Estadio Vicente Calderón will der frühere Keeper von Borussia Mönchengladbach weiter Werbung für sich betreiben. Eine Gelegenheit, die Torres auch gern hätte. Doch anstatt sich mit den Rojiblancos auf das Duell gegen Barça vorzubereiten, saß El Niño, das Kind, dieser Tage in einem Radiostudio und zeigte sich noch immer frustriert.

"Ich bin mir sicher, dass wir mit elf Mann im Camp Nou gewonnen hätten", sagte der 32-Jährige bei Cadena Ser. Torres hatte im Hinspiel nur zehn Minuten nach seinem Führungstreffer Gelb-Rot (36.) vom deutschen Schiedsrichter Felix Brych gesehen. Luis Suárez stellte anschließend mit zwei Treffern eine ordentliche Ausgangsposition für den FC Barcelona her.

Was folgte war eine hitzig geführte Diskussion über einen möglichen Schiedsrichter-Bonus für die Stars des FC Barcelona. Daher wird auch der Italiener Nicola Rizzoli, der den kniffligen Job des Unparteiischen in dem spanischen Prestige-Duell übernimmt, im Rückspiel im Fokus stehen. 

(sid)
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