Kommentar: Babbel brüllt, Stuttgart zappelt noch
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.11.2009 - 07:55Sevilla (RP). Der VfB Stuttgart zappelt noch. Das Unentschieden beim FC Sevilla erhält dem Bundesligisten die Chance, tatsächlich aus eigener Kraft ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Erstaunlich.
Bei aller Begeisterung der Schwaben über das Ergebnis in Andalusien gerät freilich gern in Vergessenheit, dass der VfB erst nach einer Halbzeit professionelle Tugenden bewies. Zu dieser Zeit hätte er längst aus dem Spiel sein können.
Die Klub-Bosse feiern Trainer Markus Babbel dennoch dafür, dass er mit einer weithin vernehmbaren Kabinen-Ansprache für die Wende gesorgt habe. Das Lob geschieht nicht ohne Hintergedanken. Es soll den Nachwuchs-Trainer dazu anhalten, weiterhin mit den eher barschen Tönen zu operieren.
Als dauerhaft herumbrüllender Pseudo-Proll ist Babbel allerdings die falsche Besetzung. Diese Rolle taugt nur für Ausnahmesituationen. Der Trainer muss schon an anderen Schrauben drehen, um die Kombinations-Maschine Stuttgart wieder richtig in Gang zu bekommen. Manager Horst Heldt weiß das natürlich. Aber ihm geht es im Augenblick auch nicht um Nachhaltigkeit, sondern um kurzfristige Erfolge. Solche wie in Sevilla.
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