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Champions League in Wolfsburg
Schweinsteiger steht nach Aus von ManUnited in der Kritik

Bastian Schweinsteiger steht nach Aus von Manchester United in der Kritik
Unzufriedene Gesichter bei Bastian Schweinsteiger und Louis van Gaal. FOTO: dpa, pst
Wolfsburg. Ohne ein Wort zu sagen, flüchtete Bastian Schweinsteiger nach der 2:3-Niederlage von Manchester United beim VfL Wolfsburg in den Mannschaftsbus. Sein Trainer war weniger schweigsam.

Louis van Gaal kritisierte den deutschen Nationalspieler erneut. "Ich wechsele einen Spieler nicht einfach nur so aus", sagte der niederländische Trainer von Manchester United nach dem Champions-League-Aus gegen den VfL Wolfsburg. Schweinsteiger musste in der 69. Minute nach einer blassen Leistung den Platz verlassen.

Pressestimmen: "Botschaft von ter Stegen" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

"Er will auf dem höchsten Level spielen, besonders in Deutschland", sagte der Manchester-Coach. Das habe nicht geklappt. "Ich kann nicht sagen, dass er der Schweinsteiger war aus meiner Zeit in München." Der ehemalige Bayern-Coach hatte bereits vor einigen Tagen moniert, dass der Kapitän der DFB-Auswahl derzeit nicht auf höchstem Niveau spiele.

Dies wiederum hatte Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge auf den Plan gerufen. "Ich bin ein bisschen enttäuscht von Louis, er soll den Bastian in Ruhe lassen, er wollte ihn unbedingt haben. Bastian braucht ein bisschen Zeit. Man kann nicht jetzt schon ein Urteil über ihn fällen", sagte Rummenigge der "Sport Bild".

Schweinsteiger, der im Sommer vom FC Bayern zu Manchester gewechselt war, mache seine Sache bei United "nicht schlecht", führte Rummenigge weiter aus und fügte süffisant an: "Louis ist ja nicht als großer Sympathikus bekannt."

Verdächtiger Gegenstand sorgt für Aufregung in Wolfsburg FOTO: dpa, jst

Der Wolfsburgr Julian Draxler, der gemeinsam mit Schweinsteiger bei der Dopingprobe war, musste seinen Nationalmannschafts-Kollegen aber trotzdem nicht aufbauen. "Ich glaube, Basti hat in seiner Karriere so viel erlebt, das steckt er gut weg", sagte der Vorlagengeber zum 2:1-Treffer von Vieirinha (29.).

Der VfL konnte seinen ersten Achtelfinal-Einzug in der Champions League erst so richtig genießen, nachdem die Polizei eine halbe Stunde vor Mitternacht bei der Frage nach dem verdächtigen Gegenstand Entwarnung gegeben hatte,. Ein Karton auf dem Parkplatz hatte für reichlich Aufregung nach Wolfsburgs 3:2 (2:1)-Sieg im letzten und entscheidenden Gruppenspiel gesorgt und die Heimreise vieler Fans verzögert.

Polizeisprecher Sven-Marco Claus nannte die Untersuchung des Gegenstandes durch Spezialisten eine "Vorsichtsmaßnahme". Gerade aktuell werde "mit solchen Dingen sehr vorsichtig" umgegangen. Die Spieler zeigten dafür Verständnis, auch wenn sie ebenfalls kurzzeitig in der VfL-Arena festsaßen. "Besser einmal zu viel kontrollieren als zu wenig", sagte Nationalspieler Draxler.

Die Wolfsburger hatten in der Interview-Zone gute Laune, schließlich qualifizierten sie sich als Gruppenerster für die K.o.-Runde in der Königsklasse. "Das ist ein besonderer Momemt für uns. Heute wird gefeiert", sagte Doppeltorschütze Naldo (13. und 84.), der jedoch im Achtelfinal-Hinspiel gelbgesperrt zuschauen muss.

Manchester wurde dagegen von PSV Eindhoven noch auf den dritten Platz verdrängt und muss nun im neuen Jahr in der "Trostrunde" Europa League antreten. Weltmeister Schweinsteiger, der bei seinem ersten Spiel im ManUnited-Trikot in Deutschland bis zu seiner Auswechslung in der 69. Minute blass blieb, flüchtete ohne ein Wort an die Presse in den Mannschaftsbus.

 

(areh/sid/dpa)
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