| 12.12 Uhr

1:2-Niederlage gegen Barca
Atletico-Boss gibt Brych und Rummenigge die Schuld

Torres trifft und fliegt zehn Minuten später vom Platz
Torres trifft und fliegt zehn Minuten später vom Platz FOTO: afp
Madrid. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel des Vierteilfinals der Champions League beim FC Barcelona sucht Atletico Madrid die Schuld bei Schiedsrichter Felix Brych – und stellt eine krude Verschwörungstheorie zu Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf.

Bundesliga-Referee Brych habe mit zweierlei Maß gemessen, beklagte der Geschäftsführer des Tabellenzweiten der spanischen Liga, Miguel Angel Gil Marin, in der Nacht zum Mittwoch.

"Der FC Barcelona hat eine solche Protektion (durch den Schiedsrichter) nicht nötig", meinte der Atletico-Manager. Er bezog sich damit vor allem auf die frühe Gelb-Rote Karte für den Atletico-Torschützen Fernando Torres.

Brych hatte Torres nach einem Zweikampf mit Busquets in der 35. Minute vom Platz gestellt. Bereits in der 29. Minute hatte der Weltmeister von 2010 nach einem Foul an Neymar Gelb gesehen. Brychs Entscheidung war vom Regelwerk vertretbar, aber sehr hart. Nach der Ampelkarte tobte Atletico-Trainer Diego Simeone an der Seitenlinie.

"Diktatur der Großvereine"

Gil Marin äußerte gar den Verdacht, sein Klub könne das Opfer einer Verschwörung sein. "Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge will, dass die Klubs ins Halbfinale kommen, von denen er meint, dass sie das Kommando führen", behauptete der Atletico-Manager. "Und das wird letzten Endes auch eintreten."

Der Fußball dürfe jedoch nicht von einer "Diktatur der Großvereine" beherrscht werden. "Der Fußball gehört allen, und so muss es auch bleiben", meinte Gil Marin.

Ob Rummenigge aus sportlicher Sicht aber tatsächlich ein Interesse daran hat, dass der vermeintlich übermächtige FC Barcelona ein möglicher Halbfinal- oder Final-Gegner des FC Bayern ist, darf allerdings bezweifelt werden. 

(areh/dpa)
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