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Champions League
BVB macht ohne Aubameyang das Achtelfinale klar

Aubameyang sieht BVB-Spiel von der Tribüne
Aubameyang sieht BVB-Spiel von der Tribüne FOTO: dpa, bt lof
Borussia Dortmund hat in der Champions League vorzeitig das Achtelfinale erreicht. Neben dem 1:0-Sieg gegen Sporting Lissabon war aber vor allem Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang Gesprächsthema, weil er aus "internen Gründen" auf der Tribüne Platz nehmen musste. Von Robert Peters, Dortmund

Wenn ein Trainer in einem wichtigen Spiel auf seinen besten Stürmer verzichtet, dann muss das gute Gründe haben. Verraten wollte Thomas Tuchel am Mittwoch vor der Champions-League-Partie von Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon allerdings nicht, warum Pierre-Emerick Aubameyang nicht im Aufgebot stand. "Interne Gründe" lautete die offizielle Sprachregelung. Immerhin dementierte Tuchel nicht, dass es sich um eine Suspendierung handelt. Die Sperre, das bestätigte er, laufe am Donnerstag ab.

Nach dem Spiel sagte Tuchel im ZDF-Interview, es sei ihm "sehr schwer" gefallen, in so einem wichtigen Spiel auf seinen besten Stürmer zu verzichten, aber er habe auf Grund der Vorfälle keine andere Wahl gehabt. Die Entscheidung sei am Dienstagnachmittag gefallen.

Auch ohne den Torjäger aus Gabun bot der BVB aber eine ansehnliche Vorstellung. Er setzte sich in einem unterhaltsamen Spiel mit 1:0 (1:0) durch. Ausgerechnet Aubameyangs Vertreter Adrian Ramos brachte Dortmund früh in Führung. Mario Götze hatte Matthias Ginter auf der rechten Seite freigespielt, der auf dem BVB-Verschiebebahnhof diesmal auf das Gleis des rechten Verteidigers gelangt war. Dessen sehr schön dosierte Flanke köpfte Ramos in einer Bogenlampe ins Ziel. Es war der erste vielversprechende Angriff der Gastgeber gewesen, doch es blieb glücklicherweise nicht der letzte. Denn beide Teams bemühten sich nach Kräften um das so populäre schnelle Umschaltspiel und eine sehr offensive Zweikampfführung. Und weil sich in beiden Abwehrreihen schon mal bemerkenswerte Löcher auftaten, gab es gute Chancen auf beiden Seiten.

Castro belebt BVB-Spiel

Langweilig wie am vergangenen Samstag in der Bundesliga gegen Schalke 04 wurde es jedenfalls nicht im ehemaligen Westfalenstadion. Das lag nicht nur an der offensiven Grundeinstellung von Sporting, die dem BVB Räume gestattete, sondern auch daran, dass Tuchel eine ganze Reihe seiner zuletzt angeschlagenen Feinmechaniker wieder ins Rennen schicken konnte. So belebte Gonzalo Castro im offensiven Mittelfeld erkennbar das Dortmunder Spiel. Von Castros Geschick im Aufbau profitierte vor allem Götze.

Als linker Verteidiger und gelegentlich im linken Mittelfeld sorgte Raphael Guerreiro für Struktur im Aufbau, und nach dem Wechsel ersetzte André Schürrle den überspielten Ousmane Dembélé auf dem linken Flügel. Er wirkte deutlich konzentrierter als Dembélé, und sein Spiel ist für die Kollegen berechenbarer. Tuchel brachte ihn aber natürlich auch in der Hoffnung auf eine dominante Vorstellung des BVB im Angriff.

Stattdessen aber mussten sich die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer gegen druckvoller werdende Portugiesen wehren. Aucn darauf reagierte Tuchel. Er holte die konditionell nachlassenden Götze und Castro vom Feld, Sebastian Rode und Lukasz Piszczek verstärkten das defensive Element im BVB-Spiel. Das war notwendig.

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