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Champions League
Barcelonas "MSN"-Sturm verbreitet Angst und Schrecken

Barcelona - Arsenal
Barcelona - Arsenal FOTO: afp
Barcelona. Der FC Barcelona erreicht zum neunten Mal in Serie das Viertelfinale der Champions League. Beim Erfolg über den FC Arsenal glänzt neben dem Angriffstrio Messi, Neymar und Suarez auch Torwart ter Stegen. Arsenal steht mit Spielmacher Özil vor einer verkorksten Saison.

So gelassen wie Luis Enrique blickt kein Trainer der acht verbliebenen Champions-League-Teilnehmer der Auslosung des Viertelfinales entgegen. "Es gibt nur einen Club, den ich nicht zugelost bekommen möchte, und das ist der FC Barcelona", witzelte der Barca-Coach nach dem 3:1-Sieg des Titelverteidigers im Achtelfinalrückspiel gegen den FC Arsenal. "Und ich denke, das wird wohl nicht geschehen."

Kein Team wird von den Rivalen so gefürchtet wie der spanische Fußballmeister. Die Katalanen zogen nach ihrem 2:0-Hinspielerfolg über die Elf um Spielmacher Mesut Özil ziemlich ungefährdet zum neunten Mal nacheinander in die Runde der letzten Acht ein. "Sie sind die Herren des europäischen Fußballs", konstatierte das Sportblatt "Mundo Deportivo" am Donnerstag.

Die möglichen deutschen Gegner im Viertelfinale FOTO: afp

Dem zunehmend umstrittenen Arsenal-Coach Arsene Wenger blieb angesichts der Darbietung des Barça-Sturmtrios nur die Rolle des unfreiwilligen Genießers. "An einem gewissen Punkt müssen wir in unserem Sport einfach auch die Kunst bewundern, und sie haben zwei oder drei Spieler, die normales Leben in Kunst verwandeln", rühmte der Franzose die Weltklasse-Angreifer der Katalanen.

Neymar, Luis Suarez und Lionel Messi erzielten jeweils einen Treffer, aber sie allein erklären noch nicht die Serie von 38 Pflichtspielen ohne Niederlage. Zu den Erfolgsgaranten gehören auch die Abwehr und der Torwart. Marc-André ter Stegen wurde nach spektakulären Paraden vom Publikum im Camp-Nou-Stadion gefeiert.

Der Ex-Gladbacher, der bei Barça nur in der Champions League und im Pokal zum Einsatz kommt, dringt darauf, auch in der spanischen Liga im Tor zu stehen. "Ich weiß nicht, ob es in meinem Sinn ist, wenn ich als der Torwart der Zukunft bezeichnet werde", hatte ter Stegen vor dem Spiel gegen Arsenal eingeräumt. "Denn die Zukunft kann in weiter Ferne liegen." Die katalanische Sportpresse bescheinigte ihm nach der Partie: "Ter Stegen glänzt auch in der Gegenwart."

Für Barca bedeutete das 3:1 einen weiteren Rekord: Die Katalanen gewannen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Champions League zehn Heimspiele nacheinander. Bei Arsenal wurde eine alte Gewissheit bestätigt: Seit der 1:2-Niederlage im Finale 2006 gegen den FC Barcelona sind die Blau-Roten für die Gunners zu einer unüberwindbaren Hürde geworden.

Das sechste Achtelfinal-Aus in der Königsklasse in Serie lässt für die Londoner die titellose Saison fast zur Gewissheit werden. Träumten die Arsenal-Fans Mitte Januar noch von Trophäen in drei Wettbewerben, herrscht zwei Monate später Untergangsstimmung.

Im FA-Cup blamierte sich der Titelverteidiger beim 1:2 gegen Außenseiter Watford, in der Meisterschaft ist Spitzenreiter Leicester City schon elf Punkte enteilt. Längst tobt im Umfeld des Clubs wieder eine Debatte um Dauertrainer Wenger. Der aber hat noch einen Vertrag bis 2017 und die volle Rückendeckung der Bosse.

(dpa)
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