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Chelsea als Achtelfinal-Hürde
In Paris wächst die Sehnsucht nach einem großen Titel

Fotos: Thiago Silva köpft Chelsea aus der Champions League
Fotos: Thiago Silva köpft Chelsea aus der Champions League FOTO: ap, LR
Paris. Das Duell zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Chelsea wird zum Dauerbrenner. Zum dritten Mal treffen die Klubs in den K.o.-Runde der Champions League aufeinander. Und dieses Mal ist einiges anders.

Duell mit umgekehrten Vorzeichen: Im dritten Aufeinandertreffen zwischen PSG und dem FC Chelsea in der K.o.-Runde der Champions League ist Paris am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) erstmals der Favorit. Das Team von Trainer Laurent Blanc ist auf nationaler Fußball-Ebene momentan unschlagbar, hat in Frankreich saisonübergreifend seit 35 Liga-Spielen nicht mehr verloren und führt die Tabelle mit 24 Punkten Abstand an. Die Londoner versuchen unter Interimstrainer Guus Hiddink, die Saison nach einer verkorksten Hinrunde noch zu retten. Allerdings: Seit Hiddink von Jose Mourinho übernommen hat, ist Chelsea unbesiegt.

Mit dem souveränen 5:1 am Samstag gegen Abstiegskandidat Newcastle sind die Blues auf Platz 12 vorgerückt und haben sich warm geschossen für die Champions League. "Wir haben ein sehr schweres und wichtiges Spiel in Paris", warnt Chelseas Mittelfeldakteur Nemanja Matic. "Deshalb werden wir unser Bestes geben und versuchen, so zu spielen wie am Samstag. Ich bin mir sicher, dass wir auch [in Paris] ein paar Tore schießen können."

Gegentore erleben die Fans von Paris Saint-Germain in dieser Saison allerdings selten. In der League 1 musste PSG-Torwart Kevin Trapp in 26 Spielen bisher zwölf Mal hinter sich greifen. In der Champions League wurde der Ex-Frankfurter nur einmal bezwungen - beim 0:1 in Madrid, der einzigen Pariser Niederlage der Vorrunde. Abgesehen von den Spielen gegen Real Madrid (Hinspiel: 0:0) gewann PSG alle Vorrundenspiele. Guus Hiddink hat sich die Spiele gegen Real sicher ganz genau angeschaut.

Angesichts mangelnder nationaler Konkurrenz ist schwer zu beurteilen, wo das Star-Ensemble um Zlatan Ibrahimovic derzeit wirklich steht. Trainer Laurent Blanc, der seinen Vertrag gerade um zwei Jahre bis 2018 verlängert hat, ist sich der Herausforderung bewusst.

"Wir wissen natürlich, dass wir in der Champions League auf Teams treffen, die genauso viel Geld wie wir haben, und dass es deshalb sehr schwer wird", sagte Blanc der britischen Tageszeitung "The Telegraph". "Es ist eine andere Kategorie, weil diese Klubs dieselben Waffen haben wie wir."

Der direkte Champions-League-Vergleich mit Chelsea ist vor der dritten Begegnung unentschieden. Vor zwei Jahren gewann Paris das Viertelfinal-Hinspiel mit 3:1. Aber durch ein 2:0 im Rückspiel setzten sich die "Blues" durch.

Das Achtelfinale der vergangenen Saison wurde erst in der Verlängerung entschieden. Nach dem Hinspiel in Paris stand es 1:1. Im Rückspiel in London gelang PSG in der 114. Minute das umjubelte 2:2 zum Weiterkommen. Danach scheiterte das Team im Halbfinale am FC Barcelona.

Im nächsten Spiel gegen Chelsea liegt der Druck nun auf Paris. Vor der vierten nationalen Meisterschaft in Serie ist der Hunger auf einen internationalen Titel groß bei den Franzosen. Dem 34-jährigen Titelsammler Zlatan Ibrahimovic bleibt auch nicht mehr viel Zeit, um endlich die Champions League zu gewinnen. Damit das in diesem Jahr gelingt, muss Paris auch weiterhin unschlagbar bleiben.

(dpa)
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