Champions League: Cristiano Ronaldo feiert Comeback
zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 - 12:02Frankfurt/Madrid (RPO). Als Superstar Cristiano Ronaldo am Mittwochabend um 22.10 Uhr nach 56 Tagen Abwesenheit wieder den Rasen des Bernabeu-Stadions betrat, jubelten die 75.000 Fans von Real Madrid fast so laut wie bei einem Tor des spanischen Fußball-Rekordmeisters.
Das Comeback des teuersten Spielers der Welt beim 1:0 (1:0) der Königlichen am 5. Spieltag der Champions League gegen den FC Zürich war der Höhepunkt an einem Abend in der Königsklasse, an dem sich kein weiteres Team vorzeitig für das Achtelfinale qualifizieren konnte.
"Ich habe mich sehr wohl gefühlt, als ich reingekommen bin - obwohl ich ein bisschen nervös war", sagte der Portugiese im Anschluss an seine Rückkehr nach einer auskurierten Sprunggelenkverletzung. In der 70. Minute kam der Portugiese, der im Sommer für 94 Millionen Euro von Manchester United in die spanische Hauptstadt wechselte, für Kapitän Raul auf den Platz und schürte mit seinem Comeback die Hoffnungen der Real-Anhänger auf einen Erfolg am Sonntag im Duell beim Erzrivalen FC Barcelona.
"Ich will so schnell wie möglich in Form kommen, um dem Team gegen Barcelona zu helfen. Ich hoffe, dass ich am Sonntag von Beginn an spielen kann", erklärte Ronaldo: "Wir sind in der Lage, Barcelona zu schlagen. Es wird natürlich schwer. Aber wir haben unsere Waffen, wir werden vorbereitet sein und wir werden auf Sieg spielen."
Dass sich Ronaldo und Co. direkt nach der Begegnung gegen den Schweizer Meister auf das Ligaspiel in Barcelona konzentrierten, lag an der Tabellenkonstellation in der Gruppe C der Champions League. Die Spanier, bei denen der deutsche Nationalverteidiger Christoph Metzelder erneut nicht im Kader stand, können sich am letzten Vorrunden-Spieltag bei Olympique Marseille nach dem 3:0 im Hinspiel sogar mit einer knappen Niederlage für das Achtelfinale qualifizieren.
Dagegen muss der AC Mailand nach dem schmeichelhaften 1:1 (1:1) gegen Marseille in Zürich gewinnen, um sicher weiterzukommen. Doch obwohl Mailand im Hinspiel 0:1 gegen die Schweizer unterlag, ist Milan-Coach Leonardo vom Einzug in die nächste Runde überzeugt: "Wenn wir konzentriert spielen, werden wir es schaffen."
Von einer konzentrierten Vorstellung war der englische Meister Manchester United in der Wolfsburger Gruppe B gegen den türkischen Titelträger Besiktas Istanbul weit entfernt. Teammanager Sir Alex Ferguson schickte eine B-Elf auf den Platz und wurde dafür vom türkischen Team um die beiden Deutschen Fabian Ernst und Michael Fink bestraft.
Die Engländer, die schon vor der Begegnung das Achtelfinale erreicht hatten, kassierten beim 0:1 (0:1) die erste Heimpleite in der Königsklasse nach zuvor 23 Spielen ohne Niederlage. Somit kann der VfL Wolfsburg trotz des 1:2 (1:0) bei ZSKA Moskau durch einen Sieg gegen ManU am letzten Vorrunden-Spieltag sogar noch als Gruppensieger in die nächste Runde einziehen.
Besser als Manchester machte es der Ligarivale FC Chelsea. Die Mannschaft des deutschen Nationalmannschafts-Kapitäns Michael Ballack setzte sich in der Gruppe D 1:0 (0:0) beim FC Porto durch und feierte damit den ersten Sieg überhaupt bei den Portugiesen. Allerdings ging es in der Partie nur noch um den Gruppensieg, da sich beide Teams schon für die K.o.-Runde qualifiziert hatten.
Beim Sieg der Londoner, die am Sonntag im Spitzenspiel der Premier League beim Stadtrivalen FC Arsenal antreten müssen, spielte Ballack nach einer auskurierten Kniereizung von Beginn an. Der 33-Jährige agierte allerdings unauffällig, sah in der 57. Minute die Gelbe Karte und wurde zehn Minuten später ausgewechselt.
Neben Chelsea, Manchester und Porto hatten bereits Arsenal, der FC Sevilla, Olympique Lyon und der AC Florenz den Achtelfinal-Einzug perfekt gemacht. Das Gleiche gilt für den französischen Titelträger Girondins Bordeaux, der dem deutschen Rekordmeister Bayern München mit einem 2:0 (0:0) gegen Juventus Turin die erhoffte Schützenhilfe geleistet hat und den Bayern das erwünschte "Endspiel" bei den Italienern am 8. Dezember bescherte.
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