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Wayne Rooney Nani Marco Streller
  Foto: AFP
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Manchester im Schmerz vereint: Die Mächtigen sind gefallen

zuletzt aktualisiert: 09.12.2011 - 07:09

Manchester (RPO). Wie zum Hohn musste Wayne Rooney nach der "Elendsnacht" auch noch an der Champions-League-Trophäe vorbeigehen. In der Zentrale der Europäischen Fußball-Union schlich der Superstar mehr, als zu laufen, den Kopf gesenkt, den Blick ins Leere gerichtet. Die Demütigung der 1:2-Blamage beim FC Basel und das Ausscheiden in der "Königsklasse" holten den Stürmer von Manchester United auch auf dem Weg zur Berufungsverhandlung gegen seine Drei-Spiele-Sperre für die EM 2012 ein.

Rooney, der Klassestürmer, das ruhmreiche United, der englische Rekordmeister, sie müssen den Gang in die Europa League antreten. Dass den Stadtrivalen Manchester City das gleiche Schicksal ereilte, die fußballerisch geteilte Stadt zumindest im Schmerz vereint ist, war für Rooney und Co. kein Trost.

Zu groß war der Spott. "Thursday Night, Channel Five!", titelte der Daily Mirror in Anspielung auf die künftigen TV-Übertragungen am Donnerstag. Die Sun taufte den Wettbewerb hingegen mit einem Seitenhieb auf Rooney einfach in "Rooropa-League" um, während der Daily Telegraph feststellte: "Die Mächtigen sind gefallen."

Auch der ehemalige United-Kapitän Roy Keane gehörte nach der "Elendsnacht" (The Guardian) zu den Kritikern. "United hat bekommen, was es verdient hat. Ihr bester Spieler war der 38-jährige Ryan Giggs. Das sagt doch alles", sagte Keane.

Die doppelte Blamage in der Champions League ist auch eine schwere Schlappe für die reichen Klubbesitzer, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan (City) und Malcolm Glazer (United). Trotz millionenschwerer Investitionen bleibt der Erfolg auf der großen internationalen Bühne in diesem Jahr aus, obwohl Tabellenführer City und Verfolger United in der Premier League den Ton angeben. Und die ist immer noch die beste der Welt.

Im Mai stand Manchester United noch im Finale der Champions League (1:3 gegen Barcelona), jetzt scheiterte der englische Rekordmeister erst zum dritten Mal in 17 Jahren bereits in der Gruppenphase. Auch City dürfte sich seine erste Saison in der Königsklasse anders vorgestellt haben.

Bei United mag man sich mit dem nun bevorstehenden europäischen Wettbewerb so gar nicht anfreunden. "In der Europa League antreten zu müssen, ist mir peinlich. Es fühlt sich an wie ein Albtraum, aber wir haben es verdient auszuscheiden", sagte Verteidger Patrice Evra. Teammanager Sir Alex Ferguson nannte die Europa League "unsere Strafe für das Ausscheiden".

Bei Manchester City scheint man die Champions-League-Pleite deutlich besser verdaut zu haben. "Unser Leben ist damit nicht beendet. Die Europa League ist auch ein großer Wettbewerb. Ich habe sie noch nie gewonnen", sagte Trainer Roberto Mancini nach dem wertlosen Erfolg gegen Bayern Münchens B-Elf (2:0). Kapitän Vincent Kompany ergänzte: "Es gibt noch viel, was wir in dieser Saison erreichen können, und auch die Europa League ist wichtig für uns.
Wir würden uns über jeden Pokal freuen."

Zumindest für Rooney gab es dann noch ein kleines Trostpflaster. Die UEFA reduzierte die Sperre des Stürmers auf zwei Partien. Damit kann der Angreifer im abschließenden Gruppenspiel der EM 2012 gegen den Co-Gastgeber Ukraine für die englische Nationalmannschaft auflaufen.

Der Rückweg vorbei an den Pokalen dürfte ihm zumindest etwas leichter gefallen sein.

Quelle: sid

 
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